25.07.2010, 14:12 Uhr | dpa
Scorpions-Geschäftsführer Marco Stichnoth über den DEL-Meister: "Die Situation ist weiterhin ernst." (Foto: imago)
Letzte Rettung für Verein und Spieler? Die Hannover Scorpions haben die Entscheidung über eine Lizenzrückgabe vertagt. Der deutsche Eishockey-Meister will in den nächsten Tagen bekanntgeben, ob er sich wie angedroht aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zurückziehen wird. "Wir hoffen noch auf Gespräche mit dem Land", erklärte Scorpions-Geschäftsführer Marco Stichnoth auf Anfrage. Die Gespräche sollen angeblich kommende Woche stattfinden. Dann wird der zuständige niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode aus dem Urlaub zurückerwartet.
Scorpions-Eigentümer Günter Papenburg will die Eishockey-Profis bald über den aktuellen Stand der Dinge informieren. Aus dem 23 Spieler umfassenden Kader hat laut Stichnoth noch kein Akteur um eine Freigabe gebeten. Zu den Aussichten für eine Rettung des DEL-Meisters hielt sich der Geschäftsführer bedeckt: "Das ist kein Lotteriespiel, die Situation ist weiterhin ernst", sagte Stichnoth.
Ursache für den möglichen Rückzug ist ein Streit um die TUI-Arena, in der das DEL-Team seine Heimspiele absolviert. Scorpions-Chef Papenburg, der auch Besitzer und Betreiber der Halle ist, fordert seit Jahren, dass sich die Stadt Hannover und das Land als Eigner der Deutsche Messe AG an einer neuen Betreibergesellschaft für die Mehrzweckhalle mit insgesamt fünf Millionen Euro beteiligen sollen.
"Ich habe nie Geld für die Scorpions verlangt, aber ich will die Unterstützung für die Arena", sagte Papenburg in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Er unterstrich aber auch, dass der Eishockeysport sehr viel Geld gekostet habe: "Die Scorpions sind ja nicht umsonst deutscher Meister geworden. Das war eine sehr teure Mannschaft."
Der 70 Jahre alte Bauunternehmer griff in dem Interview zudem Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil an und sorgte damit für verhärtete Fronten. Die Stadt Hannover reagierte in einer Erklärung mit Befremden auf Papenburgs Äußerungen und sprach von Vorwürfen gegen Weil, "die einer sachlichen Grundlage entbehren und dazu geeignet sind, die Fans der Hannover Scorpions und die Öffentlichkeit in die Irre zu führen."
In dem Schreiben betonte die Stadt, dass ihr die Zukunft der Scorpions und der Halle nicht gleichgültig seien. "Entgegen den Interview-Äußerungen haben der Oberbürgermeister als Aufsichtsratschef der Deutschen Messe AG und der Vorstandschef der Messe, Dr. Wolfram von Fritsch, bei ihrem Treffen natürlich auch über die Zukunft der Arena gesprochen. Dabei ist noch einmal deutlich geworden, dass aus Sicht der Messe für einen Eintritt in eine neue Betreibergesellschaft noch keine ausreichend belastbaren Zahlen vorgelegt wurden und es weiterhin offene Fragen gibt." Eine Lösung für die Arena sei aus Sicht der Stadt weiterhin möglich.
Quelle: dpa
Fritz schrieb:
am 27. Juli 2010 um 08:55:14
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Hannover Scorpions
Wie Überheblich und plötzlich Arm sieht der Alte Mann Plötzlich aus.Drohungen gegen Staat und Gesellschaft
wegen der
schönsten Nebensache der Welt Machen keinen Guten Präsidenten.Vielleicht aber Mammon?
Für die vielen Sportler und Fans kein Gutes Beispiel.Aber zum Trost in Hannover hat es schon öfter solche Typen gegeben,
aber über die spricht heute Gott sei dank kein Mensch mehr! Trotz allen In Kleefeld wird auch noch Eishockey gespielt.
Zur Freude der Fans.
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