03.07.2008, 08:54 Uhr
Geht es nach Premiere, verlagert sich die Berichterstattung noch mehr ins Bezahlfernsehen. (Foto: imago) Die Bundesliga größtenteils nur noch im Bezahlfernsehen - so sieht das Horrorszenario vieler Fußballfans aus. Doch dies will das Bundeskartellamt verhindern. „Wenn die Bundesliga-Berichterstattung fast ausschließlich ins Bezahlfernsehen verlagert würde, wäre dies sicher nicht angemessen“, sagte eine Sprecherin des Kartellamtes der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
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Gleichzeitig gab die Behörde bekannt, dass sie der Zentralvermarktung der Bundesliga durch die Deutsche Fußball Liga und deren neuen Partner Leo Kirch zustimmt. Da es somit aber ein Kartell der Vereine gebe, müssten die Spiele weiterhin auch in größeren Umfang im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein.
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"Wenn wir ein solches Kartell zulassen, müssen wir darauf achten, dass die Verbraucher an seinen Vorteilen angemessen beteiligt werden", sagt die Kartellamts-Sprecherin. Aufgrund dieser wettbewerbsrechtlichen Prüfung liegt die Auktion für die TV-Rechte seit Monaten auf Eis. Wie lange noch, ist offen.
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Die Haltung des Kartellamts dürfte vor allem den Sender Premiere empfindlich treffen. Premiere sähe es am liebsten, wenn die Bundesliga noch mehr als bisher im Pay-TV laufen würde. Auch die DFL sieht im Bezahlfernsehen die größten Chancen, ihre Einnahmen zu steigern. Profitieren vom Einwand des Kartellamts könnte die ARD, die in der "Sportschau" als erster TV-Sender die Spiele im frei empfangbaren Fernsehen zeigt.
Die DFL ist den Befürchtungen des Kartellamtes entgegengetreten. "Es besteht keinerlei Anlass zur Annahme, dass die Bundesliga im Pay-TV verschwindet", sagte DFL-Pressesprecher Christian Pfennig. Er verwies auf die beiden Pakete, die die DFL für die zukünftige Bundesliga-Berichterstattung von 2009 an vorgestellt hatte. "Im Sinne von Fans und Sponsoren sehen beide Alternativen eine umfangreiche Bundesliga-Präsenz im frei empfangbaren Fernsehen vor", sagte Pfennig.
Während Modell A wie bisher eine Samstag-Sportschau mit einer Zusammenfassung um 18.30 Uhr beinhaltet, sieht das Modell B die ersten Bundesliga-Bilder im Free-TV samstags von 22.00 Uhr an vor. Als Ausgleich könnten die Fußballfans dann aber bis zu 18 Live-Spiele im Free-TV sehen.
Quelle: t-online.de
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