13.05.2011, 12:48 Uhr
Fürth (li.) oder Bochum: Wer darf über Platz drei jubeln? (Fotos: imago)
Während Hertha BSC und der FC Augsburg im direkten Duell der Aufstiegshelden vor fast 80.000 Fans eine Megaparty feiern werden, wird das Saisonfinale der 2. Bundesliga für den VfL Bochum und die SpVgg Greuther Fürth zur ultimativen Nervenprobe. Zwischen dem Ruhrpottklub und den Kleeblättern entscheidet sich, wer die Aufstiegsspiele gegen den 16. der Bundesliga bestreiten darf. Und auch im Tabellenkeller kämpfen noch drei Mannschaften um den Klassenerhalt.
Sowohl der aktuell Dritte Bochum wie auch der Vierte Fürth beanspruchen vor dem Fernduell die Teilnahme an den Entscheidungspartien am 19. und 25. Mai für sich. "Der VfL gehört einfach in die Bundesliga", ist Bochums Sportdirektor Thomas Ernst überzeugt und setzt vor dem Revierderby gegen den Pokalfinalisten MSV Duisburg auch auf die spezielle Erfahrung von Trainer Friedhelm Funkel, der schon fünfmal von der zweiten in die erste Liga aufgestiegen ist. "Gegen Duisburg müssen wir einfach den Sack zumachen. Dann haben wir noch zwei schöne Spiele, die uns hoffentlich in die Bundesliga bringen", sagt VfL-Torwart Andreas Luthe.
Der VfL weiß aber auch: Ein Sieg gegen den MSV ist Pflicht, denn Konkurrent Fürth hat nur zwei Punkte Rückstand und das bessere Torverhältnis. Ein Bochumer Unentschieden könnte daher schon zu wenig sein. "Wir sind dran", meint daher auch Fürths Manager Rachid Azzouzi vor der Heimpartie gegen Fortuna Düsseldorf. Vereinsboss Helmut Hack glaubt felsenfest an das glücklichere Ende seiner Mannschaft im Herzschlagfinale. Mit 60 Punkten und Platz vier spielt die SpVgg bereits jetzt ihre beste Zweitligasaison und soll "am Sonntag etwas zu feiern haben". Im Aufstiegsfall sollen die Spieler und der Trainerstab um Chefcoach Mike Büskens mit einer Prämie von einer Million Euro honoriert werden.
Rettung, Relegation oder Abstieg - im Tabellenkeller ist für drei Teams noch alles möglich: Der Karlsruher SC, VfL Osnabrück und Rot-Weiß Oberhausen können alle noch direkt absteigen. Mit 30 Punkten beansprucht der KSC die beste Ausgangsposition für sich, vielleicht hat Trainer Rainer Scharinger deshalb auf besondere Maßnahmen vor dem Heimspiel gegen Union Berlin verzichtet. "Wir brauchen elf Männer, die rausgehen und das Ding umhauen. Es geht auch um die Ehre."
Für Osnabrück (28) zählt im Aufsteigerduell beim FC Ingolstadt nur ein Sieg. "Die Mannschaft lebt, sie will es unbedingt schaffen", betont Co-Trainer Jo Enochs. Für Osnabrück spricht das beste Torverhältnis der drei Teams, während nur noch wenig für die punktgleichen Oberhausener spricht. Auch für RWO zählt im Auswärtsspiel bei Energie Cottbus nur ein Sieg, die Auswärtsbilanz verheißt allerdings nichts Gutes. Das Team von Trainer Theo Schneider hat in dieser Saison erst einmal in der Fremde gewonnen.
Quelle: dpa , t-online.de
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