02.02.2012, 07:15 Uhr
Nach dem Drama mit mehr als 70 Toten zeigte sich FIFA-Präsident Sepp Blatter fassungslos: "Ich bin entsetzt und schockiert. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Todesopfer. Ihnen gilt mein tiefes Mitgefühl. Zu den Gründen der Katastrophe kann ich mich nicht äußern, eines aber steht fest: Es ist ein schwarzer Tag für den Fußball. Ein solches Drama ist jenseits des Vorstellbaren und darf nicht geschehen", sagte er.
Nach dem das Spiel zwischen Al-Masri und Al-Ahly beim Stande von 3:1 abgepfiffen worden war, stürmten Zuschauer auf den Platz und machten Jagd auf Spieler und Anhänger des Kairoer Klubs Al-Ahly. Zahlreiche Menschen wurden erstochen. Andere flüchteten sich in einen schmalen Korridor und wurden dort totgetrampelt oder erdrückt. Der Sender "Al Arabija" sprach von 77 Toten. Das Spiel in Port Said war bereits vor Beginn von regionalen Zeitungen als "Treffen der Vergeltung" bezeichnet worden. Al-Ahly zählt zu den bekanntesten und wichtigsten Fußballvereinen in Ägypten und war lange Zeit ungeschlagen.
Der portugiesische Al-Ahly-Trainer Manuel José sagte, er habe Dutzende von Toten gesehen. Zahlreiche schwer verletzte Fans seien von Ärzten seines Vereins behandelt worden, viele seien dabei in der Umkleidekabine gestorben. "Die Schuld hat einzig und allein die Polizei. Es waren Dutzende im Stadion, aber die sind plötzlich alle verschwunden oder haben gar nichts unternommen", sagte der 65-Jährige kurz nach den Zwischenfällen im Telefon-Interview mit dem portugiesischen TV-Sender SIC empört.
Al-Ahlis Co-Trainer Oscar Elizondo sprach von politisch gefärbter Gewalt. "Es gab viel Hass", sagte er. Das Verhalten der Polizei bezeichnete er als Schande: "Es gab 3000 Polizisten und wohl niemand wurde verhaftet." Spieler und Trainer seien in "Militärfahrzeugen, die wie Kriegspanzer aussahen", aus dem Stadion gebracht worden.
Die Spieler von Al-Ahly wollen sich nach den Ausschreitungen aus dem Profisport zurückziehen. "Es ist vorbei. Wir haben alle eine Entscheidung getroffen, dass wir nie mehr wieder Fußball spielen werden", sagte Torwart Scharif Ikrami dem privaten Fernsehsender ONTV. "Da sind Leute vor unseren Augen gestorben", sagte Ikrami, der selbst bei den Krawallen verletzt wurde. Wie könne es möglich sein, da wieder Fußball zu spielen. "Wir können überhaupt nicht daran denken."
Die Spieler klagten, die Sicherheitskräfte hätten nichts unternommen, um sie zu schützen. Der Militärrat kündigte an, zwei Militärflugzeuge nach Port Said zu schicken, um die Spieler von Al-Ahli abzuholen, wie das Staatsfernsehen berichtete. Der ägyptische Fußballverband EFA setzte vorerst alle Spiele aus.
Unter den Toten sollen auch Sicherheitskräfte sein. Der Leiter eines Krankenhauses in Port Said, Hassan al-Isnawi, sagte der Zeitung "Al-Ahram", viele seien erdrückt worden. "Das ist kein Fußball, das ist Krieg und vor uns sterben Menschen", sagte Al-Ahly-Spieler Mohamed Abo Treika.
Unterdessen sollen Soldaten in Port Said weitere Unruhen verhindern. Das berichtete das ägyptische Staatsfernsehen. Der Chef des Militärrats, Mohammed Hussein Tantawi, kündigte eine Untersuchung der Vorfälle an. Nach Worten eines Sprechers des Gesundheitsministeriums wurden mindestens 1000 Menschen verletzt. Etwa 150 waren in der Nacht zum Donnerstag in kritischem Zustand.
Die Schuldigen für die blutigen Zusammenstöße sollen bestraft werden, betonte Tantawi weiter. Nach Worten von Innenminister Mohammed Ibrahim wurden bereits 47 Verdächtige festgenommen. Das ägyptische Parlament will laut offiziellen Angaben heute zu einer Krisensitzung zusammenkommen. Der ägyptische Militärrat hat unterdessen eine dreitägige Staatstrauer angeordnet.
Quelle: sid , dapd , dpa
seppl schrieb:
am 2. Februar 2012 um 12:24:30
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Stefan 11:58
.....so seh ich das auch......
Der Tourismus der einst die größte Einnahmequelle für Ägypten war, wird wenn sich nichts
ändert, ausbleiben genau dieses Ziel hatt man.
Und somit verbreitet sich der heilige Islam wie eine Schlange langsam aber stetig über diese Länder.......die Welt verändert sich und der Glaube des Islam wird wie beabsichtigt langsam aber stetig verbreitet, wer genau hinschaut sieht das auch schon hier !
Nur wenige bemerken überhaupt was da vor sich geht.........
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seppl schrieb:
am 2. Februar 2012 um 12:17:22
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Vom Regen in die Traufe
...möchte noch anmerken das jeder der das mit unseren Eierköpfen von randalierenden Fußbalffans vergleicht, am
Thema vorbei geht.
Unsere tollen Randalierer machen das weil sie Langweile haben und unausgelastet sind .......die da drüben wissen gar nicht was sie tun ......denn die, die Ihnen von oben herab predigen was Sie tun sollen, das sind dort die schlimmsten und da gehts nicht um Fußball ..... da gehts Gnadenlos um Religion, Hass und Machtdenken.....
Einst Mubarak ....heut Islamisten
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Rico schrieb:
am 2. Februar 2012 um 12:17:00
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Sicher führen Frauen auch Kriege nur nicht ganz so viele
aber meist geht es dann auch noch gegen ärmere Länder. Wenn aber Merkel sagt
greift Afghanistan an dann führen deutsche Frauen und Männer Krieg und nicht afghanische. Also ist es wohl nicht das Geschlecht sondern die Nation die immer einen Krieg führt.
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