11.01.2010, 08:29 Uhr
Große Trauer herrschte bei der Rückkehr der togoischen Nationalmannschaft in Lomé. (Foto: Reuters)Die togoische Fußballnationalmannschaft ist aus Angola in ihre Heimat zurückgekehrt. Der britische Rundfunksender BBC berichtete, trotz der späten Stunde warteten tausende Menschen auf dem Flughafen von Lomé, wo Ministerpräsident Gilbert Houngbo die Delegation begrüßte, die nach dem Anschlag einer militanten Separatistengruppe ihre Teilnahme am Africa Cup in Angola zurückziehen musste.
Als die Särge mit den beiden bei dem Anschlag getöteten Delegationsmitglieder über das Rollfeld getragen wurden, herrschte Stille, viele Menschen weinten.
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Houngbo, der die Rückkehr der Fußballer angeordnet und ein Regierungsflugzeug nach Angola geschickt hatte, sprach von einem "traurigen Tag und einer Schande für den afrikanischen Fußball".
Der bei dem Terroranschlag schwer verletzte Torhüter ist unterdessen außer Lebensgefahr. "Die Mediziner sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Genesung bei Herrn Obidale. Er wird zwar weiter auf der Intensivstation behandelt, aber er ist komplett außer Gefahr", erklärte der behandelnde Chirurg Ken Boffard, der Kodjovi Obidale in der Privatklinik Milpark im südafrikanischen Johannesburg mitoperiert hatte.
VerbandKritik an Anreise mit Bus
Vor dem Eröffnungsspiel in Luanda war mit einer Schweigeminute der Opfer des Anschlags gedacht worden. Der angolanische Präsident Jose Eduardo dos Santos verurteilte den Anschlag auf die Togoer in seiner Eröffnungsansprache, betonte aber zugleich, dass am Spielort Cabinda festgehalten werde. In der ölreichen Enklave sollte am Montag Togo gegen die Ghana antreten.
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Unterdessen hat Togos Regierung von Angola und den Organisatoren des Afrika Cups eine Erklärung dafür verlangt, warum Cabinda als Austragungsort für die Spiele ausgewählt worden sei. In der Provinz kommt es seit der Unabhängigkeit der ehemaligen portugiesischen Kolonie 1975 immer wieder zu Konflikten. Togos Regierungssprecher sagte, niemand habe das Team darüber informiert, dass die Anreise nach Cabinda per Bus riskant sei. Die Organisatoren hatten zuvor die Entscheidung der Togoer kritisiert, nicht per Flugzeug aus dem Vorbereitungslager in Kongo-Brazzaville nach Angola zu kommen.
Quelle: sid , dpa
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