02.09.2011, 17:37 Uhr
Der Schweizer Michael Albasini reißt im Ziel der 13. Vuelta-Etappe zum Zeichen des Sieges die Arme hoch. (Quelle: Reuters)
Der Engländer Bradley Wiggins liegt bei der Spanien-Rundfahrt weiter an der Spitze des Gesamtklassements und hat sein Rotes Trikot erneut verteidigt. Den Tagessieg auf der 13. Etappe holte sich der Schweizer Michael Albasini aus dem scheidenden Team HTC-Highroad dank eines starken Finishs nach 158,2 Kilometern in Ponferrada vor dem Italiener Eros Capecchi aus der Mannschaft Liquigas. Dritter wurde der Spanier Daniel Moreno von Katjuscha.
Schon kurz nach dem Start hatten 27 Profis - unter ihnen der Allgäuer Dominik Nerz - eine Ausreißergruppe gebildet. 20 Fahrer aus dieser Formation machten im Finale nach der schweren Prüfung über fünf Bergwertungen den Tagessieger unter sich aus. Nerz, der als 66. mit 1:48 Minuten Rückstand auf den Tagessieger ins Ziel kam, gehörte nicht dazu. Albasini allerdings feierte: "Das ist eine Sensation für mich. Ich bin überglücklich, diese Etappe gewonnen zu haben. Ich wusste, wenn ich gut über die Berge komme, ist alles drin." In der Gesamtwertung liegt der Schweizer mit einem Rückstand von fast zwei Stunden jedoch nur auf Platz 53.
Hinter dem Führenden Wiggins ist dessen Landsmann Christopher Froome mit sieben Sekunden Rückstand neuer Gesamt-Zweiter. Dritter ist Fredrik Kessiakoff aus Schweden. Dem Astana-Mann fehlen neun Sekunden auf Wiggins.
Marcel Kittel war zur 13. Etappe nicht mehr angetreten. Der einzige deutsche Etappensieger in Spanien neben Tony Martin war mit seiner Kraft am Ende. Der Vuelta-Debütant will die Tage bis zum Beginn der Straßen-Weltmeisterschaften in Kopenhagen zur Erholung nutzen. "Wir haben Chancen auf eine Medaille", meinte Kittel (Skil-Shimano), der sich in der dänischen Hauptstadt im Straßenrennen in den Dienst des deutschen Kapitäns André Greipel (Lotto-Omega-Pharma) stellen will.
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Gefeierter Ehrengast in Ponferrada, dem Schauplatz der Straßen-WM 2014, war der außerhalb Spaniens umstrittene Alberto Contador. Der dreifache Tour-de-France-Gewinner, für den der Italiener Vincenzo Nibali der große Favorit der laufenden Rundfahrt ist, muss sich vom 21. bis 24. November vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in einem Doping-Prozess verantworten.
Die 14. Etappe der Schleife durch Spanien verläuft über 175,8 Kilometer von Astorga nach La Farrapona mit Bergankunft am Lagos de Somiedo auf 1715 Metern Höhe. Die Vuelta endet am 11. September traditionell in Madrid.
Quelle: dpa , sid , dapd
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