07.02.2012, 16:12 Uhr
Der zu einer zweijährigen Dopingsperre verurteilte spanische Radprofi Alberto Contador wird wie angekündigt seine Karriere fortsetzen und erwägt gegen das Urteil in Berufung zu gehen. "Ich werde weiter Radfahren und sauber bleiben wie eh und je. Ich bin unschuldig", erklärte Contador auf einer Pressekonferenz in Madrid.
Dem jetzt nur noch zweimaligen Tour-Sieger bleibt auch gar nichts anderes übrig. Zwar hat Contador in den letzten 18 Monaten bis zur Urteils-Verkündung des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) immer wieder damit kokettiert, im Falle einer Sperre seine Karriere zu beenden. Doch angesichts der ins Haus stehenden Forderungen in Millionenhöhe ist Contador auf jeden Euro angewiesen.
Nach der Aberkennung aller Ergebnisse zwischen Juli 2010 und Februar 2012 werden dem 29-Jährigen wohl schon bald einige Rückforderungen von Renn-Veranstaltern ins Haus flattern. Allein für den Gesamtsieg bei der Tour de France 2010 kassierte Contador 450.000 Euro. Diese Summe muss der Spanier jetzt an Andy Schleck überweisen.
Zusammengerechnet soll sich die Summe der Prämien, die Contador eingefahren hat, auf ca. 2,5 Millionen Euro belaufen. Traditionell werden diese Prämien im Team aufgeteilt. Der Spanier müsste also zum Bittsteller bei den Rennfahrer-Kollegen werden, wenn er den Betrag nicht aus eigener Tasche bezahlen will.
Hinzu kommt eine Strafforderung des Radsport-Weltverbandes UCI über weitere rund 2,5 Millionen Euro. Darüber will der CAS in den kommenden Wochen gesondert entscheiden. Nachdem das Gericht schon im Dopingfall gegen Contador entschieden hat, wird auch hier eine zusätzliche Zahlung auf den Radprofi hinzukommen.
Dem Spanier wird zudem der Tour de France-Sieg 2010 aberkannt. zum Video
Ein weiterer Posten sind die Anwalts- und Verfahrenskosten. Nach Schätzungen spanischer Medien sind dabei bereits rund eine Million Euro aufgelaufen. Contador wird also gründlich überlegen, ob er bis zum 7. März Einspruch gegen das CAS-Urteil einlegt und vor das Schweizer Bundesgericht zieht. Zumal Contador durch die Sperre und die Rufschädigung auch noch Sponsorengelder in beachtlicher Höhe entgehen könnten.
Contadors Rennstall droht Lizenz-Entzug
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Außerdem muss Contador befürchten, künftig Mitglied eines zweitklassigen Teams zu sein. Denn mit den Ergebnissen hat Contador auch alle erfahrenen Ranglistenpunkte verloren. Die Lizenzkommission der UCI prüft derzeit, ob der Rennstall Saxo Bank unter den neuen Umständen überhaupt die Lizenz für die Eliteklasse WorldTour behalten darf, die für die größten 28 Rennen ein Startrecht garantiert.
Quelle: dpa
Lurchi schrieb:
am 7. Februar 2012 um 19:36:09
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Dopingsünder
Das ist schon richtig, aber dann müsste man dem Lance Armstrong auch noch so manchen Toursieg aberkennen. Und so lange das
nicht passiert, muß man wohl davon ausgehn, das da noch einige Funktionäre zuviel geschmiert werden.
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Pit schrieb:
am 7. Februar 2012 um 18:57:51
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Contador
Wenn man die Beträge liest, weiß man warum diese Typen alles auf eine Karte setzen, wenn die eigene Leistung nicht reicht, um an
das viele Geld zu kommen.Mal sehen wenn er nach zwei Jahren wieder fährt, ob er dann ohne Doping noch mithalten kann. Das Fernsehen sollte diesen Sport nicht mehr übertragen, denn solche Betrüger sollten nicht auch noch als Helden in der Öffentlichkeit gezeigt werden.
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Doping-Fahnder schrieb:
am 7. Februar 2012 um 16:44:04
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Contador
so ist es richtig, nehmt dem Betrüger alles was er mit betrügerischer Absicht einkassiert hat. Vielleicht lernt er dann worum es
im Sport geht. Jedenfalls nicht um mit Doping zu betrügen
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