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Alexander Meier: "Eintracht Frankfurt gehört in die Bundesliga"

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Meier: "Die Eintracht gehört in die erste Liga"

27.08.2011, 10:48 Uhr

Alexander Meier hat den Aufstieg mit Eintracht Frankfurt fest im Visier. (Foto: dpa)

Alexander Meier hat den Aufstieg mit Eintracht Frankfurt fest im Visier. (Foto: dpa)

Das Interview führte Mark Weidenfeller

Alexander Meier führt momentan die Torschützenliste der 2. Bundesliga an. Und das, obwohl der Mittelfeldspieler in Reihen von Eintracht Frankfurt beim Stadtderby gegen den FSV gesperrt zugucken musste. In vier Spielen erzielte Meier fünf Tore und hat damit einen erheblichen Anteil am guten Saisonstart der Eintracht.

Im Interview mit t-online.de spricht Meier über den gewaltigen Druck, der auf der Mannschaft liegt, seine Frühform und die besondere Art und Weise, wie er Tore schießt.

t-online.de: Herr Meier, die Eintracht hat den kleinen Nachbarn FSV Frankfurt mit 4:0 in die Schranken gewiesen und klargemacht, wer die Nummer eins in der Stadt ist. Wie wichtig war das für die Mannschaft und die Ruhe im Umfeld?
Alexander Meier: Natürlich waren das drei wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg, mit diesem Sieg haben wir den Anschluss zur Spitze halten können. Für die Mannschaft war das Spiel aber ein normales Punktspiel wie gegen jeden anderen Gegner auch. Viel wichtiger war der Sieg für unser Selbstvertrauen, da wir zu Hause mal wieder so klar gewonnen haben. 

Waren Sie im Stadion? Wie traurig waren Sie, dass sie aufgrund ihrer Sperre das Stadtderby nur als Zuschauer verfolgen konnten?
Ja, ich habe das Spiel von der Tribüne aus verfolgt. Man ist als Spieler natürlich immer traurig, egal ob Derby oder nicht, wenn man nicht mit der Mannschaft auf dem Platz stehen kann, sondern das Spiel von der Tribüne aus sehen muss. 

War es überhaupt ein Derby? Die Stimmung im Stadion erinnerte eher an ein „normales Heimspiel“.
Ich habe ja nicht gespielt. Aber ich denke, dass es für die Mannschaft eher wie ein normales Punktspiel war. 

Die Eintracht steht nach fünf Spieltagen mit 11 Punkten auf Rang vier. Sind Sie zufrieden mit dem Saisonstart?
Ich denke, dass wir gut in die Saison gestartet sind und bereits wichtige Punkte sammeln konnten gegen starke Gegner. Jedoch darf man sich jetzt nicht darauf ausruhen, die Saison ist noch lange. 

Sie selbst haben in dieser Saison losgelegt wie die Feuerwehr und in den ersten drei Partien fünfmal getroffen. Hat sie überrascht, in welch guter Frühform Sie waren?
Überrascht weniger, wir hatten alle eine gute Vorbereitung und haben viel gearbeitet. Ich habe mich natürlich sehr gefreut, dass ich schon in den ersten Spielen so viele Tore geschossen habe. 

Bei Ihnen fällt auf, dass Sie ihre Tore immer überlegt abschließen, oft mit der Innenseite. Wer hat Ihnen das so beigebracht? Ist das Ihr eigener Stil?
Ich habe eigentlich schon in der Jugend so geschossen und über die Jahre habe ich diese Technik noch verfeinert und verbessert. 

In der letzten Saison hatten Sie viel Verletzungspech, kamen nie richtig in Tritt. Es gibt viele Stimmen, die sagen, dass die Eintracht mit Alex Meier in Topform nicht abgestiegen wäre. Wie sehen Sie das?
Das kann man so nicht sagen. Klar war die Saison verletzungsbedingt nicht schön für mich, aber ich denke, dass man den Abstieg nie an einer einzigen Person festmachen kann. Man gewinnt als Team und man verliert als Team. 

Armin Veh setzt große Stücke auf Sie, betont das auch immer wieder in den Medien. Hat Ihnen dieses Vertrauen in der letzten Saison unter Michael Skibbe und Christoph Daum gefehlt?
Ich spiele jetzt auf einer Position, auf der ich mich sehr wohl fühle und sehr gut zu Recht komme. 

Was unterscheidet Veh von Skibbe und Daum?
Jeder Trainer hat seine eigene Spielphilosophie und versucht diese so gut wie möglich umzusetzen. Alle drei Trainer haben unterschiedliche Charaktere. Als Spieler muss man an sich selbst den Anspruch haben, von jedem Trainer das Beste mitzunehmen. 

Der Trainer, das Management und das Umfeld fordern immer wieder vehement den Aufstieg. Ist es Pflicht, aufzusteigen?
Der sofortige Wiederaufstieg ist unser Ziel, das ist alles was für uns zählt. Ein Verein wie die Eintracht gehört nicht in die zweite Liga, sondern in die erste. 

Ist der Druck, der auf der Mannschaft liegt, förderlich oder hemmend?
Natürlich ist der Druck der auf der Mannschaft liegt sehr groß. Wir gelten in jedem Spiel als klarer Favorit. Jeder geht anders mit diesem Druck um. Jeder Spieler muss für sich selbst den besten Weg finden, damit umzugehen. 

Als Sie zur Eintracht kamen, waren Sie Stürmer. Zwischendurch haben Sie sogar mal im defensiven Mittelfeld gespielt, zu Saisonbeginn dann auf der Außenbahn, später hinter den Spitzen. Wo fühlen Sie sich denn am wohlsten? Wo sind Sie am wertvollsten?
Auf meiner derzeitigen Position fühle ich mich am wohlsten. Armin Veh lässt mich wieder weiter vorne spielen. Irgendwo zwischen Sturm und offensivem Mittelfeld, das liegt mir am besten. Aber auch auf den anderen Positionen hat es Spaß gemacht, zu spielen. 

Wo landet denn die Eintracht am Saisonende?
Hoffentlich in der ersten Liga. 

Und Sie werden Torschützenkönig?
Für mich zählt in erster Linie der Aufstieg. Dafür muss ich kein Torschützenkönig werden.


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