09.10.2011, 16:21 Uhr
Andrea Petkovic hat nach Tränen, Schmerzen und großartigem Tennis ihren ersten großen Titel auf der WTA-Tour knapp verpasst. In einem hochklassigen und spannenden Endspiel der China Open in Peking unterlag die 24-Jährige der Polin Agnieszka Radwanska mit 5:7, 6:0, 4:6 und musste sich nach 2:34 Stunden ihrer Angstgegnerin auch im fünften Duell geschlagen geben. 387.750 Dollar waren der Trost für die unglückliche Niederlage gegen die Weltranglisten-Zwölfte, die sich über 775.500 Dollar Preisgeld freuen durfte.
Im Anschluss an das verlorene Finale sagte Petkovic ihre Teilnahme am Turnier in Linz ab und besitzt damit keine Chance mehr, sich noch für das WTA-Masters in Istanbul zu qualifizieren. Wie die Veranstalter mitteilten, klagte Petkovic nach der Finalniederlage erneut über Beschwerden in ihrem rechten Knie. Der dortige Arzt habe ihr daher zu einer Pause geraten. Die Darmstädterin hätte sich nur noch für das Saisonfinale der besten Acht qualifizieren können, wenn sie die Turniere in Linz und Luxemburg gewonnen hätte und Radwanska zudem in Moskau nicht das Viertelfinale erreicht.
Die Knieverletzung hatte sich bereits während der Partie angedeutet. Beim Stand von 4:3 und 0:30 aus Sicht von Radwanska im ersten Satz war die 24-Jährige plötzlich mit schmerzverzerrtem Gesicht zusammen und musste minutenlang behandelt werden.
Tränen flossen. Und es schien, als sei die Meniskus-Verletzung von den US Open wieder aufgebrochen. Doch mit einer Bandage um das Knie, in dem im Januar 2008 bei den Australian Open das Kreuzband gerissen war, versuchte sie es. Radwanska aber präsentierte sich in den wichtigen Momenten hellwach, nachdem sie zunächst fast fehlerlos gespielt, dann aber eine 4:1-Führung verspielt hatte.
"Wenn der Schmerz durchs Knie fährt, brauche ich immer ein paar Spiele, bis ich wieder konzentriert bin", hatte Petkovic schon bei den US Open erklärt. Und so war es auch diesmal. Im zweiten Durchgang aber trumpfte sie auf und spielte Radwanska an die Wand. Nun klappte alles, und die Polin fand überhaupt kein Mittel mehr, sich des druckvollen Spiels der deutschen Nummer eins zu erwehren. Die Karten waren neu gemischt und am Ende entschieden die Nerven.
Der Weltranglistenvierte Andy Murray hat eine Woche nach seinem Erfolg in Bangkok auch das ATP-Turnier in Tokio gewonnen. Murray besiegt im Finale den Spanier Rafael Nadal 3:6, 6:2, 6:0 und feierte seinen vierten Turniersieg des Jahres. Im Finale der beiden topgesetzten Spieler erteilte der 24 Jahre alte Schotte Nadal nach verlorenem ersten Satz eine Lektion. Murray nahm dem Spanier anschließend fünfmal den Aufschlag ab und machte 30 Punkte mehr als sein Gegner. Im dritten Satz gelangen Nadal nur vier Punkte.
Murray kassierte für den insgesamt 20. Turniersieg seiner Karriere 295.000 Dollar (ca. 207.000 Euro). Zuvor hatte er in dieser Saison beim Masters in Cincinnati und im Londoner Queen's Club triumphiert.
Der Tscheche Tomas Berdych hat das Turnier in Peking gewonnen und damit seinen ersten Turniersieg in diesem Jahr geholt. Berdych gewann das Finale gegen den Kroaten Marin Cilic 3:6, 6:4, 6:1 und kassierte dafür eine Siegprämie von 505.000 Dollar (rund 377.000 Euro). Berdych benötigte für seinen Erfolg zwei Stunden Spielzeit. Für den 26 Jahre alten Tschechen war es der insgesamt sechste Turniersieg seiner Karriere, seinen letzten feierte Berdych im Mai 2009 in München auf Sand.
Mit dem Triumph in der chinesischen Hauptstadt hat Berdych weiter alle Chancen, das Saisonfinale der acht weltbesten Spieler in London (20. bis 27. November) zu erreichen. Für London sind bereits Branchenführer Novak Djokovic, Rafael Nadal, Roger Federer und Andy Murray qualifiziert.
Quelle: dapd , sid
Matt schrieb:
am 9. Oktober 2011 um 19:22:16
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Petko
Come on Andrea. Super Match von dir, trotz der Niederlage, Kopf hoch. Gratulation an Agnieszka. Das beste Match was ich seit langen bei
der WTA gesehen hab.
See you in Linz........
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