08.09.2010, 09:13 Uhr | dpa
Zum Haare raufen: Spaniens Fernando Llorente ärgert sich über die Niederlage in Argentinien. (Foto: Reuters)
Angeführt von Superstar Lionel Messi hat Argentinien Weltmeister Spanien mit 4:1 deklassiert und damit etwas von der WM-Schmach getilgt. Zwei Monate nach dem Titelgewinn in Südafrika wurde das Team von Trainer Vicente del Bosque auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. "Argentinien erteilte Spanien eine beispiellose Lektion", schrieb die Zeitung "El Pais" nach der höchsten Länderspiel-Niederlage der Iberer seit dem 1:4 in Hannover gegen Deutschland vor zehn Jahren. "Die Spanier machten ihrem WM-Titel keine Ehre", ergänzte "El Periodico".
Vor allem Messi, der bei der WM nicht recht zum Zuge gekommen war, begeisterte das heimische Publikum. Der Weltfußballer des Jahres, der für den FC Barcelona kickt, muss sich immer wieder mal gegen den Vorwurf zur Wehr setzen, kein richtiger Argentinier mehr zu sein. Nun feierten Zehntausende ihren Star. "Es ist etwas sehr Schönes, wieder bei den Menschen zu sein", sagte Messi nach dem Spiel.
Vor 65.000 Zuschauern im ausverkauften River-Stadion Monumental von Buenos Aires brachte Messi die Auswahl von Interimscoach Sergio Batista in der 10. Minute in Führung. Danach trafen Gonzalo Higuain (13.), Carlos Tevez (35.) und Sergio Agüero (90.). Das Gegentor erzielte Fernando Llorente (84.). Für Spaniens Carlos Marchena ging eine Serie von 57 Länderspielen ohne Niederlage zu Ende.
Ein herber Rückschlag war der Kantersieg gegen den Weltmeister für Diego Maradona. Der Ex-Trainer hatte darauf spekuliert, noch einmal Nationalcoach zu werden. Nachdem sein Vertrag nach dem WM-Debakel nicht verlängert worden war, sprang Batista als Interimstrainer ein. Und um Maradona wurde es still. Für Batista stand daher viel auf dem Spiel.
Zuletzt hatte es Differenzen zwischen ihm und dem Verband wegen der Absetzung von John Terry als Kapitän der Nationalmannschaft gegeben. zum Video
"Ich weiß, ich bin Interimscoach. Ich will aber beweisen, dass ich die Fähigkeiten habe, um zu bleiben", sagte der Mann, der 1986 beim WM-Gewinn der Gauchos im Mittelfeld eine Art Leibwächter Maradonas war und sich nun aus dem Schatten des Stars lösen will. Nach dem Sieg sprach der 47-Jährige aus, was alle vermuteten: "Ich arbeite immer, um zu bleiben. Die Entscheidung liegt dann natürlich bei den Funktionären, die sich im November treffen". Dabei geht es dann auch um die Frage, wer Argentinien zur WM 2014 in Brasilien führt.
Die Spieler äußerten sich bisher positiv über Batista, was auch als versteckte Kritik an Maradona gewertet wurde. Vergangenen Monat hatte Batista die Südamerikaner schon zu einem 1:0-Sieg über Irland geführt. Mit dem glänzenden Sieg gegen Spanien konnte er seine Position nun weiter stärken. Noch schlimmer war für Maradona, der sich seit langem in ungewöhnliches Schweigen hüllt, dass ausgerechnet die von ihm bei der WM aussortierten Routiniers Javier Zanetti und Esteban Cambiasso von Inter Mailand besonders gut spielten.
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Quelle: dpa
Murat (Türkei) schrieb:
am 9. September 2010 um 08:48:22
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Spanien
Ich wäre froh, wenn die Türkei so eine Mannschaft hätte, wie Spanien. Sie sind zur Zeit die beste Mannschaft der Welt, ich glaube
das sie auch um die EM wieder mitspielen werden. Man kann doch nicht immer das Spiel gegen die Schweiz erwähnen oder jetzt dieses total bedeutungslose Spiel gegen Argentinien. Wen interessiert schon in Wirklichkeit ein Freundschaftsspiel.
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Franco ( Italien ) schrieb:
am 9. September 2010 um 08:31:36
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Fußball
Es ist ja nicht zu fassen ! Alle wir haben etwas gemeinsam,wir lieben Fußball,
und sitzen wir hier im Internet und gehen uns
gegenseitig auf den Geist,
wer den besseren Fußball spielt.
Eins ist sicher ohne Verlierer gibt es keine Gewinner, und die Rollen werden
hoffentlich öfter vertauscht,und wir Fans sollten uns auf guten Fußball freuen,
egal wer Gewinnt.
Große Komplimenten an Spanien und Holland aber auch an Deutschland für den guten dritten.
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Teutone schrieb:
am 9. September 2010 um 08:14:48
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Spanien
es wird euch bestimmt kein Zacken aus der Krone brechen, wenn ihr zugeben würdet, daß die Spanier zur Zeit eine große Mannschaft
haben - ohne wenn und aber !!
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