12.02.2011, 22:39 Uhr | t-online.de, dpa, sid
Profi-Boxer Arthur Abraham hat seinen ersten Sieg seit über einem Jahr gefeiert. Der frühere Weltmeister bezwang Stjepan Bozic in der RWE-Sporthalle Mülheim durch technischen K.o. in der zweiten Runde. Für den 30 Jahre alten Supermittelgewichtler vom Berliner Boxstall Sauerland war dies der 32. Sieg im 34. Kampf seiner Profi-Karriere.
Bozic erlitt eingangs der zweiten Runde eine schmerzhafte Handverletzung. "Ich denke, die linke Hand ist gebrochen", erklärte der Kroate noch im Ring. Nach einem Körperhaken auf den angelegten Ellbogen von Abraham hatte der Kroate mit schmerzverzerrtem Gesicht den Kampf nach insgesamt nur 4:01 Minuten aufgegeben. Die Selbstdiagnose bestätigte sich bei einer Untersuchung im Krankenhaus allerdings nicht. Für Sieger Abraham fiel aufgrund des schnellen Endes die erhoffte Wiedergutmachung für seine jüngsten Pleiten aus. "Natürlich bin ich enttäuscht. Ich hätte gern mehr gezeigt", sagte der Ex-Weltmeister.
Abraham hatte 2010 nach bis dahin 31 ungeschlagenen Ringauftritten böse Schlappen erst gegen den US-Amerikaner André Dirrell und dann gegen den Briten Carl Froch kassiert. Daraufhin bekam der schlagstarke Supermittelgewichtler von Trainer Ulli Wegner das Duell gegen Bozic verordnet. Sein Schützling deutete nun bei seinem Kurzauftritt an, dass er aus den Schlappen gelernt haben könnte. "Ich war nicht so passiv und habe nicht in erster Linie auf meine Doppeldeckung gesetzt", erklärte Abraham.
Auch sein Trainer war zufrieden. "Ich habe in der Vergangenheit auch Kritik geübt. Aber diesmal muss ich sagen, er hat das getan, was ich von ihm sehen wollte", sagte Wegner. Der 68 Jahre alte Meistermacher hatte Abraham nach dessen beiden desaströsen Niederlagen des vergangenen Jahres unter anderem als Feigling beschimpft und wollte ihn sogar in psychiatrische Behandlung schicken. Letzteres scheint aber nicht mehr nötig. Ob der eigenwillige Profi-Boxer mit der hammerharten Rechten die neue Strategie auch im Ernstfall umsetzen kann, wird man voraussichtlich im Mai in den USA sehen. Da will sich Abraham mit einem Sieg über den Amerikaner André Ward für das Finale im Super-Six-Turnier der angeblich besten Supermittelgewichtler der Welt qualifizieren und dieses dann auch gewinnen.
In Mülheim standen auch zwei Weltmeisterschaften im Cruisergewicht auf dem Programm. Der US-Amerikaner Steve Cunningham verteidigte seinen WM-Titel im Cruisergewicht des Verbandes IBF erfolgreich. Der 34-Jährige bezwang in einem Duell zweier Boxer aus dem Sauerland-Stall den in Berlin lebenden Serben Enad Licina über zwölf Runden klar nach Punkten. Die Punktrichter werteten 118:110, 115:113 und 117:111 für den favorisierten Cunningham.
Zudem erkämpfte sich der Kubaner Yoan Pablo Hernandez den WBA-Interimstitel im Cruisergewicht durch einen K.o.-Sieg in der siebten Runde gegen den Franzosen Steve Herelius, der den Interimstitel seit seinem Sieg gegen Firat Arslan im Juli vorigen Jahres inne hatte. Für Hernandez war es der 24. Sieg, davon der 13. durch K.o., Herelius war allerdings seit der vierten Runde durch eine Achillessehnenverletzung gehandicapt.
Quelle: t-online.de , dpa , sid
Hannes 52f schrieb:
am 13. Februar 2011 um 13:34:15
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@ wowiko zu Abr.
Recht so, wowiko! - Ich will es noch nicht glauben, aber man konnte sehen, dieser A.Abraham ist fertig. Dem hat jemand die
"Seele" geklaut.- Bei Reitpferden sagt man- den Willen gebrochen. Schade, aber er ist halt kein Tiger Darius!
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Ali schrieb:
am 13. Februar 2011 um 13:21:43
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Boxen
Da hatte der Schlumpf aber Glück bevor es wieder peinlich für ihn wird.
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RRichter schrieb:
am 13. Februar 2011 um 13:05:14
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Hernandez und Licina
Schade, dass die Berichterstattung sich hautsächlich auf Abraham konzentriert. Hernandez lieferte einen attraktiven und
klugen Kampf und gewann den Interimsweltmeistertitel und Licina hat sich in einem recht spannenden Kampf teuer verkauft gegen den alten und Weltmeister Cunningham. Wen interessiert da der durch Verletzung abgebrochene kurze K(r)ampf von Abraham.
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