12.05.2011, 13:08 Uhr | t-online.de
Arthur Abraham freut sich auf den Kampf in Los Angeles. (Foto: dpa)
Das Interview führte Jens Bistritschan
Am Samstag steigt Arthur Abraham für den "Kampf seines Lebens" in den Ring. Im Home Depot Center von Los Angeles geht es im Halbfinale des Super-Six-Turniers für den Supermittelgewichtler um seine Existenz als Boxer. Unter freiem Himmel trifft Abraham auf den seit 1996 ungeschlagenen WBA-Weltmeister André Ward.
Arthur Abraham, die Presse hier in den USA sieht Sie als Außenseiter. Was sagen Sie dazu?
Es ist gut, dass die das so sehen. Das macht mich noch stärker. Die sollen mich ruhig unterschätzen. Ich weiß, dass ich kein Außenseiter bin.
Motiviert Sie die Einschätzung der Amerikaner sogar noch ein wenig?
Ja. Ich brenne richtig auf den Kampf. Ich kann es gar nicht abwarten, bis es losgeht.
Wo sehen Sie die Stärken von André Ward?
Er hat eine gute Technik und ist schnell. Aber er hat ein Glaskinn.
Kommt das Ihrem Kampfstil entgegen? Sie gelten ja als ein Boxer, der mit einem Schlag den Kampf beenden kann?
Das hilft mir natürlich.
Haben Sie die beiden Niederlagen gegen Dirrell und Froch im letzten Jahr verdaut?
Es war ja nur eine Niederlage. Das andere war eine Disqualifikation. Die zählt für mich nicht. Ich habe mir vorgenommen, darüber nicht mehr nachzudenken. 2010 war das schlechteste Jahr meines Lebens. Aber das habe ich nun hinter mir.
Haben Sie als Konsequenz in Ihrer täglichen Arbeit etwas umgestellt?
Dr. Marcel Reif-Ranicki untersucht die Risiken beim Faustkampf. zum Video
Wir haben nur ein paar wichtige Details umgestellt, mehr nicht.
Was zum Beispiel?
Im taktischen Bereich haben wir ein paar Sachen geändert. Aber das ist ein Geheimnis.
Es gab ein wenig Ärger um den Ringrichter. Wie hat das Ihre Vorbereitung beeinflusst?
Das hat mich überhaupt nicht gestört. Ich bin nur der Boxer und habe damit nichts zu tun. Damit beschäftigt sich mein Manager und Promoter Wilfried Sauerland.
Ihre großen Erfolge haben Sie alle in Deutschland gefeiert. Nun boxen Sie erneut wie gegen Dirrell und Froch im Ausland. Ist das ein Nachteil?
Ein Nachteil ist ein wenig der Jetlag. Aber alle Großen haben in den USA geboxt. Ich werde das nun auch. Außerdem bleibt mir nichts anderes übrig.
Ist es richtig, dass Sie eine starke Unterstützung durch die armenisch-stämmigen Amerikaner erwarten?
Alleine im Großraum Los Angeles leben 1,5 Millionen Armenier. Aber auch meine deutschen Fans werden hierherkommen und mich unterstützen. Auch das macht mich noch stärker.
Haben Sie trotz dieser Unterstützung aber Angst davor, dass das Kampfgericht eher zu André Ward tendiert?
Das kann sein. Wir kämpfen in Amerika und er hat Heimvorteil. Aber das interessiert mich überhaupt nicht. Ich muss ihn einfach so klar besiegen, dass auch die Amerikaner erstaunt sind.
Geht das auch nach Punkten oder muss ein vorzeitiger Sieg her?
Es wäre gut, wenn es mit einem K.o. gelingt. Nach Punkten wird es sehr schwierig.
Sie sind für den Kampf gegen Ward sehr siegesgewiss. Was wären die Konsequenzen, wenn Sie auch diesen Kampf verlieren sollten?
An so etwas denke ich überhaupt gar nicht.
Wäre es dann eine Option ins Mittelgewicht zurückzukehren?
Nein, dahin gehe ich nicht wieder zurück. Das wäre zu schwierig für mich.
Und warum?
Ich könnte schon durchs Training auf das Gewicht runterkommen. Aber dann hätte ich keine Kraft mehr.
Sie haben gesagt, gegen Ward geht es "um alles". Wie ist das gemeint?
Entweder es geht nach vorne und ich vernichte alles. Oder ich muss wieder von vorne anfangen.
Einen Rücktritt würde es also nicht geben. Sie würden stattdessen erneut die Ochsentour machen.
Hundertprozentig - ich habe unten angefangen und würde auch wieder von unten zurückkommen.
Quelle: t-online.de
Seese schrieb:
am 12. Mai 2011 um 19:49:44
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Abraham..
..ist für mich ein sehr angenehmer Zeitegosse,micht arrogant und steht mit beiden Beinen fest auf denm Boden.In meinen Augen ein
absoluter Sympatieträger.Alleine desswegen wünsche und hoffe ich,daß er "das Ding" nachhause trägt! Toitoitoi...ich freue mich auf den Kampf......
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Eckharde schrieb:
am 12. Mai 2011 um 19:20:35
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Abraham
Abrahams Kämpfe waren immer sehenswert-die beiden letzten konnte man aber unter Ulk verbuchen.Wer vom Trainer als Feigling und feige
bezeichnet wird und sich trotzdem nicht aufraffen kann etwas mehr zu tun,sollte zu Hause bleiben.Wenn Abraham nicht seine Einstellung geändert hat wird er in Amerika Schiffbruch erleiden.
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pitti schrieb:
am 12. Mai 2011 um 18:27:11
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abraham
in den u.s.a. wird abraham begreifen, dass er nur durch einen k.o. logischerweise gewinnen kann. ich befürchte, abraham wurde in der
vergangenheit etwas überschätzt. auf den kampf kann man sich freuen.
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