30.01.2012, 09:37 Uhr
Raus mit den Gefühlen: Djokovic im Moment des Triumphs. (Quelle: AP)
Noch nie hat ein Grand-Slam-Finale so lange gedauert und eigentlich hätte das Spiel keinen Verlierer verdient gehabt. Aber am Ende setzte sich Novak Djokovic gegen Rafael Nadal in 5:53 Stunden mit 5:7, 6:4, 6:2, 6:7 (5:7), 7:5 durch und gewann zum dritten Mal nach 2008 und 2011 die Australian Open. Der Serbe kassiert eine Siegprämie in Höhe von 1,86 Millionen Euro.
Allein der vierte Satz zwischen den derzeit besten beiden Profis dauerte 88 Minuten. Es war zudem das längste Match in der Turniergeschichte der Australian Open. Das bis dato längste Major-Finale hatte 1988 bei den US Open zwischen Mats Wilander und Ivan Lendl stattgefunden (4:54 Stunden).
Bei der Siegerehrung konnten weder Djokovic noch Nadal länger stehen. Ihnen wurden Stühle gereicht, auf denen sie erschöpft zusammensackten. "Rafa, wir haben heute Geschichte geschrieben. Leider konnte es heute nur einen Sieger geben", sagte Djokovic nach seinem Erfolg. "Ich hoffe, wir werden noch viele Endspiele gegeneinander spielen." Nadal hatte in einem der bittersten Momente seiner Karriere immerhin seinen Humor nicht verloren. "Guten Morgen alle zusammen", sagte der 25-Jährige um kurz vor zwei Ortszeit.
Schon im Tiebreak des vierten Satzes war Djokovic, der zwischendurch völlig entkräftet an der Grundlinie zusammengebrochen war, nur noch zwei Punkte vom Turniersieg entfernt. Die Entscheidung im letzten Durchgang fiel, als der 24-Jährige seinen Gegenüber zum 6:5 breakte. Nach dem Matchball riss er sich das Hemd vom Leib und schrie seine Freude heraus.
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Der Weltranglistenerste Djokovic feierte in der Neuauflage des Wimbledon- und US-Open-Finals von 2011 seinen siebten Erfolg in Serie gegen Nadal, der bislang einmal in Melbourne triumphieren konnte (2009).
Vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Rod-Laver-Arena begann Nadal konzentriert und brachte Djokovic immer wieder mit seiner unterschnittenen Rückhand in Verlegenheit. Als Nadal im umkämpften ersten Satz das Break zum 3:2 gelang, warf der Serbe sein Racket wütend auf den Boden und schrie seinen Frust heraus. Zwar glückte dem Djoker ein Rebreak, aber Nadal zeigte sich nervenstark und verwandelte nach 80 Minuten seinen dritten Satzball.
Doch anstatt die Gunst der Stunde zu nutzen, geriet der nun ungewohnt fehlerhaft agierende French-Open-Sieger danach schnell mit 2:5 in Rückstand. Zwar kam Nadal noch einmal heran, doch bezeichnenderweise mit einem Doppelfehler "schenkte" er Djokovic den zweiten Durchgang.
Auch in der Folge blickte Nadal immer wieder hilflos in seine Box zu seinem Onkel Toni, während der Serbe zusehends dominanter auftrat. Im vierten Durchgang musste das Dach beim Stand von 4:4 wegen Regens geschlossen werden, nachdem der Titelverteidiger unmittelbar zuvor drei Breakchancen nicht nutzen konnte. Dies wurde mit dem Verlust des vierten Satzes bestraft.
Djokovic ist damit erst der fünfte Profi der drei Grand-Slam-Titel in Folge holen konnte. Dies war zuvor nur Roger Federer, Pete Sampras, Rod Laver und Nadal geglückt. Der Spanier hatte in all diesen drei Endspielen den Kürzeren gezogen, was zuvor noch nie in der Geschichte der Open Ära vorgekommen war. Seit November 2010 wartet Nadal nun auf einen Erfolg gegen den 24-jährigen Djokovic, der in den vergangenen Tagen unter einer Allergie gelitten hatte. Davon war im Finale allerdings nichts zu spüren.
Quelle: dpa , sid
Milo schrieb:
am 29. Januar 2012 um 19:00:34
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@peter pan
Nun, der Sieger dieses Turniers hat sich ja auch 5 Runden vor dem Finale, mal mehr, mal weniger bewegt...aber man sollte doch
jetzt nicht den Nettoverdienst auf die Stunden, die der Djoker gespielt hat, runterbrechen :-)
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peter pan schrieb:
am 29. Januar 2012 um 18:31:33
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Grand Slam-Krimi
Absolut klasse dieses Spiel ohne Frage. Doch für mich als Einzelhandelskaufmann in der Lebensmittelbranche mit ca. 2000
Euro brutto ist eine Siegprämie von 1,86 Millionen Euro für sich 6 Stunden bewegen absolut nicht
nachvollziehbar.
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Gospel schrieb:
am 29. Januar 2012 um 18:26:28
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Hört doch auf
mit dem blöden Fussball Gelaber.Das nervt.Tennis und Fussball kann man ja nun wirklich nicht vergleichen.Meine Hochachtung
für beide Spieler.........
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