17.01.2012, 09:30 Uhr
Viel Potenzial: Cedrik-Marcel Stebe im Match gegen Lleyton Hewitt. (Quelle: dpa)
Cedrik-Marcel Stebe hat bei den Australian Open eine Überraschung verpasst. Der 21-Jährige verlor in Melbourne gegen den australischen Routinier Lleyton Hewitt nach 3:58 Stunden mit 5:7, 4:6, 6:3, 5:7. Linkshänder Stebe deutete sein großes Potenzial immer wieder an. Allerdings konnte der Weltranglisten-83. bei seinem Melbourne-Debüt eine 5:4-Führung im ersten und einen 5:2-Vorsprung im vierten Satz nicht nutzen.
Wegen Krämpfen musste sich Stebe, der im Februar 2011 noch die Nummer 405 im Ranking war, gleich mehrfach behandeln lassen. Die Australian Open waren Stebes zweites Grand-Slam-Turnier nach Wimbledon 2011, wo er ebenfalls in der ersten Runde gescheitert war. Stebe hatte im vergangenen November das Challenger Tour Finale in Sao Paulo gewonnen und seinen Höhenflug in der Weltrangliste fortgesetzt.
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Zuvor hatten die deutschen Tennisprofis weiter für positive Schlagzeilen gesorgt. Sabine Lisicki, Angelique Kerber und Philipp Petzschner meisterten ihre Auftakthürden in der Hitze von Melbourne erfolgreich und erhöhten das deutsche Kontingent in der zweiten Runde auf neun Spielerinnen und Spieler.
Wimbledon-Halbfinalistin Lisicki musste gegen die Schweizerin Stefanie Vögele beim 6:2, 4:6, 6:4 aber Schwerstarbeit verrichten, um einen vorzeitigen K. o. zu verhindern. Kerber setzte sich hingegen mit 6:1, 6:3 locker gegen die Australierin Bojana Bobusic durch. Doppelspezialist Petzschner erledigte seine Erstrunden-Aufgabe gegen den Tschechen Lukas Rosol mit 6:0, 6:0, 6:2 ebenfalls im Schnelldurchgang. Auch Titelverteidiger Novak Djokovic hatte es beim 6:2, 6:0, 6:0 gegen den Italiener Paolo Lorenzi eilig.
Bereits beendet ist das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres für Matthias Bachinger und Kristina Barrois. Bachinger verlor gegen den Amerikaner Ryan Sweeting klar mit 4:6, 4:6, 2:6, Barrois unterlag der Niederländerin Michaella Krajicek mit 3:6, 6:7 (13:15). Dabei vergab sie im Tiebreak des zweiten Satzes gleich fünf Satzbälle.
Zum Entsetzen der Australier schied auch Lokalmatadorin Samantha Stosur frühzeitig aus. Die US-Open-Siegerin unterlag der 21 Jahre alten Rumänin Sorana Cirstea mit 6:7 (2:7), 3:6. Damit müssen die Australier weiter auf den ersten Sieg einer Landsfrau seit 1978 warten, als Christine O'Neil im Melbourne Park triumphierte. Stoser hatte vor vier Monaten bei den US Open in New York ihren ersten Titel bei einem Grand-Slam-Turnier gefeiert.
Lisicki quälte sich bei 35 Grad Hitze und starken Windböen 2:19 Stunden lang, ehe sie die Schweizerin Vögele ausgeschaltet hatte. "Ich habe heute sicher nicht mein bestes Tennis gespielt, aber ich habe gekämpft", sagte sie. Im dritten Satz lag die 22-Jährige bereits 2:4 zurück, ehe sie doch noch einen Weg fand, die Partie zu drehen. "Wenn man gut spielt und gewinnt, ist das schön. Wenn man schlecht spielt und gewinnt, ist das aber noch schöner", sagte Lisicki, die nun auf Shahar Peer aus Israel trifft.
Petzschner war mit seiner Leistung dagegen total zufrieden. "Das war das beste Tennismatch, das ich je gespielt habe", sagte er. Fast hätte Petzschner seinem phasenweise entnervten Gegner Rosol die Höchststrafe verpasst und alle drei Sätze zu Null gewonnen. "Natürlich hat man das im Kopf. So eine Chance bekommt man einmal im Leben, aber ich will mich nicht beklagen", sagte der 27-Jährige.
Quelle: sid , dpa
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