31.07.2011, 08:32 Uhr
Michael Ballack wurde in der 63. Minute beim Stande von 3:0 für Bayer Leverkusen eingewechselt. (Foto: dpa)
In seiner vermeintlich letzten Saison wollte Michael Ballack noch einmal richtig angreifen. Nach dem unrühmlichen Ende seiner Nationalmannschaftskarriere es allen noch einmal zeigen. Doch bei der 3:4-Niederlage nach Verlängerung in der 1. Pokalrunde bei Dynamo Dresden ereilte den Mittelfeldstar von Bayer Leverkusen die Doppel-Peitsche. Die Saison hat noch nicht richtig begonnen, da bläst dem Ex-Capitano bereits kräftig Gegenwind ins Gesicht. (Im Überblick: alle Partien der 1. Runde im DFB-Pokal)
Das erste Mal musste Ballack schlucken, als ihn Neu-Coach Robin Dutt beim frischgebackenen Zweitliga-Aufsteiger zunächst nur einen Platz auf der Bank zuwies. Bereits in der Vorsaison unter Jupp Heynckes kam Ballack nur äußerst schwer mit dem Bankdrücker-Dasein zurecht. Doch es sollte noch schlimmer kommen.
Mit 3:0 führte Leverkusen bereits gegen Dresden durch die Treffer von Eren Derdiyok (6.), Sidney Sam (12.) und André Schürrle (49.). Alles lief nach Plan. Der Bundesligist bestimmte die Szenerie nach Belieben. Dann nahm Dutt Torschütze Derdioyk und den starken defensiven Mittelfeldspieler Simon Rolfes vom Platz. Dafür schickte er Stefan Kießling und eben Ballack auf den Platz.
Der 98-fache Nationalspieler übernahm von Rolfes zwar die Kapitänsbinde, aber längst nicht dessen Einstellung zum Geschehen. Plötzlich zog sich ein Bruch durchs Spiel der Werkself. „Ich bin sprachlos. Ich bin mit Micha (Ballack, Anm.d.Red.) beim 3:0 eingewechselt worden, dann stand es plötzlich 3:3. Ich dachte, ich bin im falschen Film“, sprach Kießling später fassungslos in die Sky-Mikrophone.
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Sieben Minuten nach dem Doppelwechsel stand es nur noch 2:3. Beim 1:3-Anschlusstreffer durch Sebastian Schuppan (68.) per Kopf irrte Ballack orientierungslos durch den Strafraum, auch beim 2:3 durch Robert Koch (70.) verzichtete er darauf, Vorlagengeber Filip Trojan energisch beim Flanken zu stören. "Erst durch den Doppelschlag ist das Spiel wieder spannend geworden", analysierte Dresdens Trainer Ralf Loose.
"Wir haben nach dem 3:0 ein paar Fehler gemacht, dann wirst du bestraft", sagte Rudi Völler nach der Begegnung, ohne konkreter werden zu wollen. Bereits während der Partie tigerte Bayers Sportdirektor nach dem 2:3 nervös auf den Rängen des "glücksgas stadions" umher. Der Ex-Nationalstürmer ahnte bereits den dramatischen Verlauf voraus. Erneut Koch (86.) und Alexander Schnetzler (117.) in der Verlängerung machten die Sensation perfekt.
Konsequenzen, wie sie Wolfsburgs Coach Felix Magath bereits nach der 2:3-Pleite beim Viertligisten RB Leipzig ankündigte, wollte Völler allerdings direkt nach Schlusspfiff nicht vermelden. Bis zum 3:0 habe die Mannschaft hervorragend Fußball gespielt. "Besser, als das, was wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, geht es kaum." Es werde "jetzt nichts infrage gestellt, auch nicht, welchen Kader wir haben." Trainer Dutt ärgerte sich nach dem peinlichen Pokal-Aus: "Man ist hier ausgeschieden und macht sich sechs Wochen Aufbauarbeit mit einem Spiel kaputt."
Für Ballack indes ist diese Pleite noch vor dem Start der Bundesliga-Saison ein weiterer Dämpfer beim Versuch, eine außergewöhnliche Karriere doch noch mit einem positiven Ende zu versehen. Für einen Platz in der ersten Elf hat sich der 34-Jährige jedenfalls nicht empfohlen. Für Bayer war es der erste Pokalauftakt-K.-o. seit 2007. Damals unterlag Bayer mit 0:1 beim FC St. Pauli. In Dresden wirkten aus der damaligen Leverkusener Mannschaft noch Rolfes und Kießling mit.
Quelle: t-online.de
wolter58 schrieb:
am 31. Juli 2011 um 18:44:45
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Ballack
für mich ist Dynamo der klare Gwinner und dieser Supertrainer Robin Dutt der absolute Verlierer,der hätte in Freiburg bleiben
sollen,da sind seine Fehler auch immer die Spieler gewesen,zumindestens bei Niederlagen.
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Jupiter schrieb:
am 31. Juli 2011 um 18:22:02
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Bayers Ausscheiden
Neben Bayer schieden übrigens auch Wolfsburg (gegen einen Viertligisten), Bremen u.Freiburg (gegen Drittligisten) aus.
Fünftligist Windeck hat Hoffenheim gerade in die Verlängerung geschickt. Nun warte ich darauf, dass einige auch diese Spielausgänge mit der Einwechslung von Ballack begründen. So etwas erlebt man doch im Pokal seit Jahrzehnten in aller Welt, ob nun mit oder ohne Ballack. Lasst also mal die Kirche im Dorf u. bewundert lieber den tollen Fight von Dynamo u.die Stimmung in Dres
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Jupiter schrieb:
am 31. Juli 2011 um 18:05:03
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Ballack und Dynamo
Ich schlage vor, die Diskussion über Ballack sofort zu beenden u. stattdessen über Dynamo Dresden u.deren großartige
Aufholjagd gestern zu sprechen. Und diese Aufholjagd mit dem tollen Fight am Schluss fand gegen eine Leverkusener Mannschaft mit zehn Feldspielern u. einem Torhüter statt. Neben Ballack wurde übrigens auch Kießling eingewechselt, der noch schlechter spielte u.in der 80. kam dann noch Castro. Erst danach fiel der Ausgleich. Bravo Dynamo u. Ballack mit Bayer eine gute Saison!
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