23.07.2010, 14:52 Uhr | dpa, sid
Ein Basketball-Star will wieder hoch hinaus: Dirk Nowitzki bei einer Pressekonferenz in Berlin. (Foto: imago)
Basketball-Nationalspieler Dirk Nowitzki hat nach seiner Vertragsverlängerung beim nordamerikanischen NBA-Klub Dallas Mavericks seine WM-Absage verteidigt. Diese begründete er mit den Wünschen seines Vereins. "Die sagen, du wolltest einmal bei Olympia dabei sein, das hast du geschafft. Was willst du denn jetzt noch?", erklärte Nowitzki, der seinen Vertrag erst kürzlich um vier Jahre verlängert hatte. Bei Olympia 2012 will Nowitzki dennoch wieder antreten. In Berlin wurde der 32-Jährige zudem von seinem Ausrüster "Nike" mit einem Stern à la "Walk of Fame" geehrt.
Nowitzki sorgt wieder für viel Gesprächsstoff. Zwar ist der 32-jährige Würzburger nach seiner Absage ans Nationalteam bei der WM nicht dabei, aber für die Olympia-Qualifikation nächstes Jahr rechnet Bundestrainer Dirk Bauermann fest mit ihm. Der deutsche Nationalspieler meinte mit Blick auf seinen EM-Verzicht im Vorjahr, es sei wieder eine schwere Entscheidung gewesen, Ende August in der Türkei nicht für die Nationalmannschaft zu spielen.
Der jungen DBB-Auswahl könne dies aber helfen, noch einmal einen Schub zu bekommen. Nowitzki wolle 2011 zur Europameisterschaft zurückkehren, wo die Chancen größer als bei der WM seien, sich für Olympia 2012 in London zu qualifizieren. "Dass wir noch mal Olympia schaffen, das wäre Wahnsinn", betonte er.
Voller Verständnis zeigte sich Bundestrainer Dirk Bauermann, der eine Absage schon vor der Bekanntgabe der Entscheidung vermutet hatte. Eine WM sei für einen Nowitzki als einen der fünf besten Basketballer "auf unserem Planeten" kein so hohes Ziel wie Olympia. "Dirk hat bei der Absage gleichzeitig gesagt, dass er 2011 zur Verfügung stehen wird. Das gibt uns Planungssicherheit und uns 2011 eine gute Chance, uns für Olympia zu qualifizieren", sagte der Coach des Basketball-Zweitligisten FC Bayern in München.
Nach dem frühen Play-off-Aus will Nowitzki mit Dallas nun endlich Meister werden. Einen möglichen Wechsel zu einem anderen Klub hatte er verworfen. "Du liegst nächtelang da und überlegst, was du machst. Das war nicht so eine tolle Situation für mich", berichtete Nowitzki. "Ich fühle mich in Dallas einfach sehr wohl. Irgendwo anders hinzugehen und bei Null anzufangen - da hatte ich keine Lust drauf. Mir kann ja keiner die Meisterschaft garantieren, wenn du irgendwo anders neu hingehst."
Mavericks-Eigentümer Mark Cuban, mit dem ihn ein fast freundschaftliches Verhältnis verbinde, sei ein "Riesenfaktor" gewesen, weil er ihm in den vergangenen zehn Jahren immer geholfen habe, auch außerhalb des Spielfeldes. Selbst bei einer Chance, mit den Superstars LeBron James oder Dwyane Wade zusammenzuspielen, "hätte ich schwer überlegen müssen", gestand Nowitzki. James, Wade und Chris Bosh spielen in der kommenden Saison gemeinsam für Miami Heat, die dank des Trios als Titelanwärter starten.
Dem Basketball-Star wurde beim Besuch in der deutschen Heimat eine besondere Ehre zuteil. In Anlehnung an den "Hollywood Walk of Fame" wurde von seinem Ausrüster "Nike" in der Berliner Tauentzienstraße auf dem Gehweg ein Stern mit Nowitzkis Namen enthüllt. In den nächsten Tagen wird Nowitzki zudem mit der IOC-Trophy des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ausgezeichnet.
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Quelle: sid , dpa
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