17.12.2011, 18:01 Uhr
Jerome Boateng und seine Bayern treffen im Achtelfinale der europäischen Königsklasse auf Basel. (Quelle: imago)
Dem Schweizer Fußball stehen nach einer unmissverständlichen FIFA-Drohung turbulente Tage bevor. Bis zum 13. Januar muss der nationale Verband SFV den Streit um den FC Sion im Sinne des Weltverbandes regeln, sonst droht der Ausschluss von der großen Fußball-Bühne.
Schert der SFV nicht auf die FIFA-Linie ein, dürfte Bayern Münchens Champions-League-Gegner FC Basel am 22. Februar nicht zum Achtelfinale gegen den deutschen Rekordmeister antreten. Länderspiele wie der EM-Test der deutschen Auswahl gegen die Eidgenossen am 26. Mai würden aus dem Terminkalender gestrichen.
Hintergrund ist die Auseinandersetzung um den Einsatz nicht spielberechtigter Akteure durch den Schweizer Pokalsieger FC Sion. Die FIFA verlangte vom Verband, dass alle Partien, in denen diese Spieler bei Sion zum Einsatz kamen, als verloren gewertet werden. Insgesamt geht es um 16 Punkte in der Schweizer Meisterschaft.
"Ich bin nicht überrascht über den Entscheid. Die FIFA hat viele Fehler gemacht und lässt dafür nun die anderen zahlen", meinte Sions Klubchef Christian Constantin. Er plant juristisch gegen die FIFA-Verantwortlichen vorzugehen.
Der Schock saß am Wochenende tief in der Schweiz. "FIFA droht uns - Blatter schießt scharf", titelte das Boulevardblatt "Blick" in seiner Onlineausgabe. Zu dem Transferverbot für die Dauer von zwei Jahren kam es, weil der Klub 2008 laut FIFA den ägyptischen Torhüter Essam Al Hadari zum Vertragsbruch angestiftet hatte. Mehrere Verfahren sind in diesem Fall anhängig.
Sions Verantwortliche sind der Meinung, der Transferbann sei bereits abgesessen, laut FIFA gilt das Verbot aber bis Ende 2011. "Wir sind enttäuscht vom Entscheid der FIFA, weil unsere Argumente nicht gewürdigt wurden. Unserer Meinung nach haben wir die Transfersperre gegen den FC Sion durchgesetzt", betonte der Verbandschef gegenüber der Nachrichtenagentur si.
Sion hatte sich sportlich in der Qualifikation zur Europa League gegen Celtic Glasgow durchgesetzt. Nach einem 0:0 am 18. August bei den Schotten hatten die Eidgenossen eine Woche später daheim mit 3:1 die Entscheidung zu ihren Gunsten herbeigeführt.
Celtic hatte daraufhin moniert, dass Sion in diesem Sommer fünf Spieler verpflichtet hatte. In Pascal Feindouno aus Guinea hatte einer der umstrittenen Neuzugänge im Rückspiel zwei Tore erzielt. Die UEFA hatte daraufhin beide Partien mit 3:0 für Glasgow gewertet und Sion aus der Europa League ausgeschlossen.
Quelle: dpa
Pitt schrieb:
am 17. Dezember 2011 um 19:24:21
(787)
(70)
FIFA
Diktaturen wie DFB; UEFA; und FIFA haben eben das Recht auf ihrer Seite, die machen doch sowieso was sie wollen.
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Lothar schrieb:
am 17. Dezember 2011 um 19:21:42
(419)
(35)
Diddy
ist daddel. Fußball ist ein Sport, bei dem HASSER nichts
verloren haben.
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Joe schrieb:
am 17. Dezember 2011 um 19:12:19
(770)
(25)
Grund?
Wäre schön, wenn im Artikel auch aufgetaucht wäre, was die FIFA denn für Fehler gemacht haben soll, und welche Argumente der FC
Sion hat. So ist das einfach schlampiger Journalismus.
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