11.06.2009, 14:27 Uhr
Halle ist ein gutes Pflaster für Andreas Beck (Foto: dpa)Deutsche Meisterschaften plus Novak Djokovic:Andreas Beck steht beim Rasenturnier im westfälischen Halle bereits als fünfter Deutscher im Viertelfinale. Der Weltranglisten-53. bezwang den für Roger Federer nachgerückten Lucky Loser Lukas Lacko aus der Slowakei mit 7:5, 7:6 (7:5). Der 23-jährige Beck steht damit nach Monte Carlo in diesem Jahr zum zweiten Mal unter den besten Acht.
Bei der mit 750.000 Euro dotierten ATP-Veranstaltung trifft er nun auf die aktuelle deutsche Nummer eins, Philipp Kohlschreiber. Leider hat Nicolas Kiefer seine Chance aufs Viertelfinale verpasst. Er musste gegen den Österreicher Jürgen Melzer beim Stand von 1:6 wegen Problemen mit der Bauchmuskulatur aufgeben.
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Der Weltranglisten-Vierte Djokovic, nach Federers Absage Top-Favorit auf den Titel, stand in einem kuriosen Match gegen den Franzosen Florent Serra beim Stand von 5:7, 2:5 schon vor dem Aus. Der 22-jährige Serbe wehrte aber fünf Matchbälle ab, um am Ende noch 5:7, 7:5, 6:1 zu triumphieren. Djokovic ist letzter verbliebener Top-Ten-Spieler in Halle und ärgster Konkurrent der deutschen Profis.
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Philipp Petzschner dagegen verpasste den möglichen Sprung unter die letzten Acht. Der 25-Jährige unterlag dem belgischen Qualifikanten Olivier Rochus 7:5, 5:7, 6:2. Zuvor hatten Kohlschreiber, Tommy Haas, Benjamin Becker und Mischa Zverev die bisherige Halle-Bestmarke von drei deutschen Teilnehmern im Viertelfinale bereits geknackt. Beck verbesserte den Rekord jetzt auf fünf Deutsche unter den letzten Acht, bevor Kiefer am Abend sogar noch die Chance auf den sechsten Platz hat.
Das hatte es zuletzt vor 36 Jahren gegeben. 1973 erreichten beim ATP-Turnier in Berlin mit Ulrich Pinner, Hans-Jürgen Pohmann, Karl Meiler, Attila Korpas, Jürgen Fassbender und Harald Elschenbroich zum bislang einzigen Mal sechs deutsche Spieler die Runde der letzten Acht. Dank Beck ist die Finalteilnahme von mindestens einem deutschen Profi bereits gesichert, da die obere Hälfte des Tableaus nur noch von Deutschen ausgespielt wird.
"Natürlich hätte ich auch mal gerne gegen Roger gespielt", gestand Beck nach seinem Erfolg gegen den Nachrücker Lacko. Auch wenn ihm das verlockende erste Duell mit dem Schweizer Superstar entging, freute er sich doch riesig über seinen zweiten Viertelfinaleinzug in Folge bei den Gerry Weber Open und war mit seinem Auftritt rundum zufrieden: "Ich habe heute richtig gutes Rasentennis gezeigt."
In der nächsten Runde trifft Beck nun auf die deutsche Nummer 1, seinen guten Freund Kohlschreiber. "Das wird natürlich ein schönes Erlebnis", sagte Beck schmunzelnd, wohlwissend, dass er im Duell mit dem 24. der Weltrangliste die Außenseiterrolle einnimmt. Entsprechend lautete seine Maxime: "Ich werde auf den Platz gehen, Spaß haben und alles geben."
Quelle: sid , dpa
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