07.07.2011, 20:21 Uhr
Franz Beckenbauer will die Olympia-Entscheidung gegen München nicht so einfach akzeptieren. (Foto: imago)
Franz Beckenbauer wittert Verrat - in den eigenen Reihen, in denen der Europäer. München sei als Olympia-Bewerber um die Ausrichtung der Winterspiele 2018 an fehlender Solidarität gescheitert. "Die europäischen Mitglieder des IOC haben München verraten. Es ist eine Riesen-Sauerei, dass Europäer anderen Europäern nicht helfen", wetterte der 65-Jährige, der die deutsche Bewerbung vor Ort unterstützt hatte, in der "Bild"-Zeitung. Die 23. Winterspiele werden in sieben Jahren im südkoreanischen Pyeongchang abgehalten.
Beckenbauer klagte an, viele IOC-Mitglieder dächten "lieber an eine spätere Kandidatur des eigenen Landes" und hätten "ihre Chancen so nicht beschädigen" wollen. "Dann heben sie lieber die Hand für Korea als für München oder Annecy. Die Zerrissenheit, die unserem Kontinent solche Probleme bereitet, spiegelt sich im IOC wider." Es regierten allein Eigeninteressen. "Ich finde das furchtbar", schloss der 103-malige Fußball-Nationalspieler. Vor vier Jahren hatte der in Kitzbühel lebende Weltmeister von 1974 vergeblich versucht, Salzburg zu den Winterspielen zu verhelfen. Die aber werden 2014 im russischen Sotschi über die - hoffentlich naturweiße - Bühne gehen.
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Beckenbauer betätigte sich zur Analyse des Ergebnisses in Durban als Mathematiker: "42 stimmberechtigte Europäer sitzen im IOC. Doch nur 25 haben München die Stimme gegeben und lediglich sieben dem französischen Bewerber Annecy. Pyeongchang aus Korea dagegen kam im ersten Wahlgang schon auf 63 Stimmen. Das bedeutet: Ein Großteil der Europäer hat gegen die europäischen Kandidaten votiert. Und zwar aus ganz egoistischen Gründen. Ich weiß sicher, dass es für München auch Unterstützung von afrikanischen IOC-Mitgliedern gab", kritisierte der ehemalige Teamchef des DFB.
Beckenbauer meinte mit Blick auf den Fußball-Weltverband: "Bei der FIFA mag manches im Argen liegen. Aber da unterstützt man seinen eigenen Kontinent. So was wie beim IOC habe ich noch nie erlebt. Unfassbar!" Der "Kaiser" stellte klar, er sage dies nicht aus Frust: "Nein, ich gratuliere den Koreanern. Meine Kritik hat nichts mit ihrem Erfolg zu tun. Sie haben aus Asien die Hilfe erhalten, die den beiden europäischen Bewerbern von den eigenen Leuten verweigert wurde."
Quelle: sid , dpa
Batman schrieb:
am 8. Juli 2011 um 20:16:23
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IOC
@ Darkman : Wollen wir jetzt mal die anderen Sponsoren und sonstigen Abhängigkeiten untersuchen ?
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Nora schrieb:
am 8. Juli 2011 um 19:40:30
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Franz Beckenbauer
Jeder Mensch darf seine Meinung sagen, auch Franz Beckenbauer. Das ist noch lange kein Grund ihn zu beleidigen. Vielleicht ist auch was dran.
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Darkman schrieb:
am 8. Juli 2011 um 19:11:00
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IOC
Da ich in zwei Kommentaren das Kind beim Namen genannt habe und diese hier nicht erschienen sind, möchte ich es jetzt mal durch die
Blume versuchen. Ein Großer Elektronik-Konzern aus K. sponsort sowohl die k.
Bewerbung als auch das IOC! Noch Fragen?
Das müsste jetzt auch für die Redaktion in Ordnung sein! Oder?
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