23.07.2010, 10:45 Uhr | sid
Franz Beckenbauer stört die Verhandlungstaktik von Oliver Bierhoff. (Foto: imago)
Franz Beckenbauer hat nach der Vertragsverlängerung von Bundestrainer Joachim Löw (Klicken Sie sich durch die Karriere von Joachim Löw) und dessen Stab DFB-Teammanager Oliver Bierhoff dafür verantwortlich gemacht, dass die Einigung mit dem 50-Jährigen nicht vor dem Turnier in Südafrika erfolgt ist. Bierhoff sei mit seinen Forderungen zu Beginn der Verhandlungen "über das Ziel hinausgeschossen" und habe damit die zwischenzeitlichen Irritationen zwischen Trainerteam und Verband ausgelöst, sagte der Kaiser dem "Hamburger Abendblatt".
"Das war für mich damals eine Art feindliche Übernahme. Es geht doch nicht an, dass der Teammanager entscheidet, wer Bundestrainer wird. Dafür ist immer noch der Präsident zuständig", erklärte Beckenbauer.
Dennoch begrüßte der frühere Teamchef auch die Vertragsverlängerung mit Bierhoff. "Oliver Bierhoff hat aus seinem Fehler gelernt. Und er ist ja auch ein sehr guter Mann", sagte der 64-Jährige. Für die Amtsmüdigkeit von DFB-Präsident Theo Zwanziger zeigte Beckerbauer indes Verständnis. "Ich kann den Theo verstehen. Eine WM ist nicht nur für die Trainer und Spieler sehr anstrengend, sondern auch für die Verantwortlichen." Dennoch sei er überzeugt, dass sich Zwanziger beim Bundestag des DFB im Oktober erneut zur Wahl stellen werde: "Er wird schon weitermachen."
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Quelle: sid