13.10.2010, 15:05 Uhr | sid
Noah-Gabriel (li.) mit seinem Vater Boris Becker. (Foto: imago) (Quelle: imago)
Sein alter Herr ist eine Legende - und auch Trevor Gretzky will mit dem Schläger in der Hand die Sportwelt erobern - allerdings nicht auf dem Eis. "Meine ersten Erinnerungen an den großen Sport haben nichts mit meinem Vater zu tun, sondern mit den New York Yankees", erzählte der 18-Jährige im Gespräch mit einem Baseball-Jugendmagazin in den USA.
Als Wayne Gretzky von 1996 bis 1999 für die New York Rangers in der National Hockey League spielte, ging Sohn Trevor viel lieber mit seiner Mutter ins alte Yankee Stadium in der Bronx. In jenen Jahren gewannen die Yankees dreimal die World Series, und Trevor war völlig klar: "Das will ich auch." Heute legt der 18-Jährige Wert auf die Tatsache, dass es nicht die Angst vor dem ewigen Vergleich mit seinem Vater war, die ihn zum Baseball getrieben hat. Nach seiner Highschool-Zeit wird er einen Vertrag als First Baseman im Team der San Diego State University unterschreiben. Damit kann er theoretisch bereits beim Draft 2011 von einem Klub aus der Major League gezogen werden.
Auch in der Familie Noah ging der Sohn einen anderen Weg als der berühmte Vater. 1983 gewann Yannick Noah die French Open in Paris, zwei Jahre später brachte seine schwedische Ehefrau Cecilia in New York City Sohn Joakim zur Welt. Der Filius wuchs in New York auf und hatte mit Tennis nichts am Hut. Auch das sportliche Erbe seines Großvaters Zacharie, in den 60er Jahren Fußball-Nationalspieler von Kamerun, interessierte Joakim kaum. Bereits in der Highschool gehörte Joakim Noah zu den Größten seines Jahrgangs, die Basketball-Teams rissen sich um ihn. Zu Beginn seiner College-Zeit in Florida in den Jahren 2004 und 2005 knickte die Leistungskurve dann etwas ab, erst 2006 kehrte Noah zu alter Stärke zurück. 2007 holte ihn der NBA-Klub Chicago Bulls, wo er kürzlich einen mit 60 Millionen Dollar dotierten Fünf-Jahres-Vertrag unterschrieb.
Noah-Gabriel Becker - Sohn von Tennislegende Boris - hat ebenfalls keinerlei Ambitionen, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. In einem Alter, in dem "Bobbele" schon dicht vor seinem ersten Wimbledonsieg stand, drängt es seinen ältesten Sohn zum Basketball. Um die angestrebte NBA-Karriere zu forcieren, wechselte Becker Junior auf eine Highschool in Fort Lauderdale/Florida, die traditionell als Sammelbecken für die besten Basketball-Talente des Landes gilt. Glaubt man dem Boulevard, dann wird auch der elfjährige Brooklyn Beckham nicht dem Wunsch des Vaters entsprechen und auf das Fußball-Internat von Tottenham Hotspur wechseln, sondern viel lieber in den USA Football spielen. Angeblich haben sich die Los Angeles Cougars schon die Rechte an dem ältesten Sohn von David und Victoria Beckham gesichert. Seine beiden jüngeren Brüder Romeo und Cruz sollen dagegen im Sinne der Familientradition ganz passable Fußballspieler sein.
Quelle: sid
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