20.03.2010, 14:55 Uhr | dpa
In beeindruckender Manier hat Simone Hauswald nicht nur ihren zweiten Weltcupsieg in Oslo erkämpft. Als Gewinnerin des Verfolgungsrennens am Holmenkollen wurde sie auch erstmals zur Audienz bei König Harald V. geladen. "Heute hat bis aufs Schießen alles gepasst: Meine Beine waren gut, das Material war gut und ich durfte zum König", sagte die 30 Jahre alte Skijägerin nach ihrem Gala-Auftritt im Skisport-Mekka.
Im Ziel hatte sie trotz dreier Strafrunden 5,4 Sekunden Vorsprung vor der Weißrussin Darja Domratschewa, die nur eine Handicaprunde laufen musste. Dritte wurde die Schwedin Anna Carin Olofsson-Zidek, die damit die gleiche Podiums-Besetzung wie beim Sprint am Donnerstag perfekt machte.
"Am Ende der Saison möchte ich unter den ersten Drei im Weltcup sein. Das wäre ein Sahnehäubchen. So gesehen wird die Saison immer schöner. Und man soll ja aufhören, wenn's am schönsten ist", meinte Hauswald und spielte auf ihre Rücktritts-Entscheidung an.
Zweitbeste Deutsche am Samstag war Martina Beck als Siebte. Mit Platz acht baute Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner vor fast 10.000 Zuschauern ihre Führung im Gesamtweltcup auf nunmehr 52 Punkte vor Hauswald aus. Die vor dem Rennen noch zweitplatzierte Schwedin Helena Jonsson, die das Jagdrennen als 14. beendete, hat 54 Zähler Rückstand. Bereits vor dem Start hatte Neuner als Gewinnerin der kleinen Kristallkugel für den Disziplinweltcup festgestanden.
Magdalena Neuner war mit ihrer Vorstellung ebenfalls zufrieden. "Mir tut jeder Schritt weh und in der Situation schmerzt es noch mehr, dass ich fünfmal in die Strafrunde musste. Unheimlich motiviert hat mich aber, dass ich Gott sei Dank stets vor Helena Jonsson gelegen bin und wusste, dass im Ziel die kleine Kugel auf mich wartet", sagte Neuner. Natürlich könne sie die Gedanken an den zweiten Weltcup-Gesamtsieg ihrer Laufbahn nicht ganz verdrängen.
"Das steckt schon im Hinterkopf. Das Ziel möchte ich schon noch schaffen", gab die 23 Jahre alte Zöllnerin zu - und schaute etwas neidisch auf die Tagessiegerin. "Simmi hat geschafft, was man machen sollte. Aufhören, wenn's am schönsten ist", sagte die Bayerin. Bei ihr sei es aber noch nicht so weit. "Ich schaue von Jahr zu Jahr. So lange mir Biathlon noch Spaß macht, bleibe ich dabei", beantwortete sie die Frage nach ihren sportlichen Plänen.
Punkte beim viertletzten Weltcuprennen des Olympia-Winters sammelten auch noch Kati Wilhelm als Zwölfte, Olympia-Ersatzfrau Tina Bachmann auf Platz 18 und Andrea Henkel auf Position 22. Dagegen musste sich Hauswalds Vereins-Kollegin Kathrin Hitzer nach sieben Strafrunden mit Rang 43 begnügen.
Quelle: dpa
Albrecht Kossatz schrieb:
am 20. März 2010 um 18:25:29
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Damen Biathlon
Die Leistung aller Atletinnen, speziell der Deutschen, ist schon sensationell. Seit Monaten, fast jedes Wochenende, in vielen
Ländern am Start um zwei oder gar drei Läufe zu absolvieren.
Man kann nur den Hut ziehen.
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WernerT. schrieb:
am 20. März 2010 um 16:43:10
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Weltcup
Unsere Madln sind einfach Spitze und setzen den Erfolg von Vancouver fort.Allerhöchste Hochachtung!
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