06.02.2012, 16:42 Uhr
Michael Greis geht volles Risiko und verzichtet auf den Formtest in Finnland. Nach Oslo wird der dreimalige Olympiasieger auch in Kontiolathi beim letzten Biathlon-Weltcup vor der WM in Ruhpolding nicht mit dabei sein. Die WM-Norm hat der Allgäuer damit nicht erfüllt. In den 19 Weltcup-Rennen vor der Heim-WM im März war der 35-Jährige nur sieben Mal am Start. Ein einziges Mal ist er als Zehnter in die Top 15 gelaufen.
Trotzdem hat der Ausnahmeathlet, der in den vergangenen Jahren den deutschen Biathlon-Sport mitgeprägt hat, Chancen, bei den Titelkämpfen in seiner Wahlheimat um Medaillen zu kämpfen. Den Formnachweis muss er im WM-Trainingslager erbringen.
Greis will weiter hart trainieren, um so über die vielen gesundheitlichen Rückschläge in dieser Saison hinwegzukommen. Der Bayer hatte sich im August 2011 beim Fußballspielen eine Syndesmose-Ruptur mit knöchernem Ausriss zugezogen. Nach einer Operation ging erst einmal gar nichts mehr. "Er hat sechs Wochen Komplettausfall gehabt. Und wenn das so einfach wegzustecken wäre, dann könnte man immer länger Urlaub machen", erklärte Chef-Bundestrainer Uwe Müssiggang.
Nach dem zähen Start in den Winter mit den schwachen Ergebnissen in Östersund und Hochfilzen verzichtete Greis auf die ersten beiden Weltcup-Wochen des Jahres, um Kraft zu tanken. In Antholz meldete er sich am 20. Januar mit Platz 32 im Sprint zurück - da war er aber schon gesundheitlich angeschlagen. Die hartnäckige Erkältung zwang Greis schließlich dann auch zum Startverzicht in Oslo.
Statt ins bitterkalte Finnland zu reisen, will Greis nun am Stützpunkt in Ruhpolding weiter versuchen, den Kampf gegen die Zeit zu gewinnen. Er wird dabei in guter Gesellschaft sein, denn auch Bundestrainer Fritz Fischer sowie Andreas Birnbacher und Simon Schempp sind in die Heimat zurückgekehrt.
Sollte Greis seine Schwächephase überwinden, könnte er bei der WM dabei sein. Im Gegensatz zu Olympia fällt bei der WM die Nominierung in die Hoheit des Fachverbandes. Das Problem wäre dann, seinen Teamkollegen, die die Norm geschafft haben, zu erklären, dass das Biathlon-Fest ohne sie stattfindet.
"Bei so einer Frontfigur wie Michael Greis würde keiner gegen eine Nominierung argumentieren", betonte Müssiggang. "Aber wir werden ihn auch nicht mitnehmen, wenn er nicht in Form ist." Acht Skijäger können beim Weltverband für die Titelkämpfe nominiert werden, sechs dürfen in Ruhpolding starten.
"Der Michi ist ein ganz wichtiger Faktor in der Mannschaft. Und das wird im Moment etwas unterschätzt", sagte Teamkollege Arnd Peiffer. "Wenn der Michi, ich sage mal, nur annähernd an seine Form vom letzten Jahr anknüpfen kann, wozu er sicherlich in der Lage ist, wenn es jetzt gut funktioniert im Training, dann ist er eine Bereicherung für die Mannschaft", ergänzte der Sprint-Weltmeister.
Bei der WM-Vorbereitung der deutschen Skijäger wird Greis die Karten auf den Tisch legen müssen. Dann wird entschieden. "Ich hoffe, er kann sich wieder zurückkämpfen. Das Potenzial hat er sicher, aber das Geschäft ist hart und es muss alles passen", sagte Birnbacher.
Die amtierende Olympiasiegerin im Rennrodeln, Tatjana Hüfner, will Arnd das Rodeln näherbringen. zum Video
Quelle: dpa
püaloma19 schrieb:
am 6. Februar 2012 um 19:41:53
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Greis und die WM
Man sollte seine Form genau überprüfen, bevor er einem anderen den Platz wegnimmt. Wenn er fit sein sollte, muß er auch
starten. Wenn nicht, sollte er Konsequenzen ziehen, auch wenn dem DSV dann ein weiterer Werbeträger abhanden kommt.
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rahka schrieb:
am 6. Februar 2012 um 19:14:07
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M. Greis
Wenn er doch mit bei der WM dabei sein sollte, wäre es ne rießen Sauerei! Er soll nach Kontiolathi und unter die ersten 15 fahren,
dann ok! Seit Beginn der WC Saison hat er die Norm noch immer nicht geschafft und hälts nicht für notwendig in Finnland an den Start zu gehen- wäre aber rechtzeitig zur WM in Form? Das soll wohl ein Witz sein. Keine WM- Norm- keine WM, basta. Andere wie Böhm oder D.Graf müssen auch drum kämpfen, und der Rösch der die Norm schon lange hat soll daheim bleiben oder was?
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Privatfischer schrieb:
am 6. Februar 2012 um 19:12:18
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M.Greis + WM
Aus meiner Lehrzeit als Metaller ( über 60 Jahre her ) weiss ich, es hat sich schon mal einer tot gefeilt.M.Greis sollte
erkennen, dass seine Zeit vorbei ist.
Ich kenne seine Qualitäten nicht, aber vielleicht wird aus ihm ein guter Nachwuchstrainer. Dazu müßte er aber lernen, lernen und nochmals lernen.
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