26.02.2011, 14:48 Uhr | dpa
In der Rinne war keiner schneller: Bob Machata (Foto: Reuters)
Shootingstar Manuel Machata greift gleich bei seiner ersten Bob-WM nach Gold in der Königsdisziplin. Der 26-Jährige fuhr auf der ältesten Kunsteisbahn der Welt in Königssee zur Halbzeit des Vierer-Rennens einen beruhigenden Vorsprung von 22 Hundertstelsekunden auf Lokalmatador Karl Angerer heraus. Dritter ist Zweier-Weltmeister Alexander Subkow aus Russland (+0,34).
Sollten Machata in den finalen Durchgängen zum WM-Abschluss am Sonntagnachmittag keine größeren Fehler unterlaufen, dürfte ihm der WM-Titel kaum noch zu nehmen sein. Zuvor muss der Weltcupgesamtsieger allerdings zum ersten Mal in seiner Karriere mit dem Druck klarkommen, über Nacht der Führende in einem großen Rennen zu sein.
"Ich kann das ganz gut ausblenden. Ich darf mich jetzt nicht verrückt machen lassen", sagte der Machata. Der WM-Zweite im kleinen Schlitten plant für das Finale keine Sicherheitsfahrten: "Das geht meistens schief. Man muss immer auf Angriff fahren."
Das tat auch Karl Angerer, der auf seiner für 22 Millionen Euro modernisierten Heimbahn anders als im Zweier einen perfekten Start hinlegte. Der Olympiasiebte erwartet am Sonntag ein Herzschlagfinale um Silber und Bronze. "Das wird eine ganz enge Kiste. Die Entscheidung fällt wohl erst mit der letzten Lichtschranke im letzten Lauf."
Teamkollege Machata sei dagegen kaum noch einzuholen. Auch Junioren-Weltmeister Maximilian Arndt hat auf Platz sechs (+0,53) noch minimale Chancen auf Edelmetall. Diese Hoffnungen musste der Olympiazweite Thomas Florschütz dagegen fast schon begraben.
Der 33-Jährige aus Riesa, der vor einer Woche im kleinen Schlitten zeitgleich mit Machata WM-Silber gewonnen hatte, fuhr als Siebter (+0,66) in beiden Läufen der Spitze hinterher. "Ich kann mir das nicht erklären. Im ersten Lauf hatte ich sicher Nachteile wegen meiner hohen Startnummer, aber das allein kann es nicht gewesen sein", sagte ein sichtlich frustrierter Florschütz: "Am Sonntag geht es nur noch um Schadensbegrenzung."
Im Skeleton hat Marion Thees ihren Weltmeistertitel erfolgreich verteidigt. Die 26-Jährige fuhr im Königsseer Eiskanal wie entfesselt und ließ sich auch von einigen Bandenberührungen nicht aus der Goldspur werfen. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen gegen ihre Teamkollegin Anja Huber setzte sich Thees, die 2009 in Lake Placid noch unter ihrem Mädchennamen Trott WM-Gold geholt hatte, nach vier Läufen mit 88 Hundertstelsekunden Vorsprung durch und schraubte im Finallauf den Bahnrekord auf 52,01 Sekunden. Dritte wurde die Kanadierin Mellisa Hollingsworth. Die Winterbergerin Katharina Heinz landete auf Platz sechs.
"Die Stimmung hier ist unglaublich. Es war ein Klasse-Wettkampf. Natürlich kamen mir einige Passagen in dieser Bahn entgegen, wo es bergauf ging. Da konnte ich mit meiner hohen Geschwindigkeit Zeit herausholen", sagte Thees, die mit 105,79 Stundenkilometern schneller in der Endgeschwindigkeit war als Männer-Weltmeister Martins Dukurs aus Lettland.
Quelle: dpa
jacky schrieb:
am 26. Februar 2011 um 18:34:15
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Andre Lange
Was macht eigentlich der beste 'Bobber' aller Zeiten Andre Lange nach der Beendigung seiner Laufbahn, die Redaktion ist gefragt.
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