19.02.2011, 10:54 Uhr | dpa, sid
Cathleen Martini (li.) und Romy Logsch feiern ihren ersten WM-Titel. (Foto: imago)
Cathleen Martini hat sich zum ersten Mal in ihrer Karriere den WM-Titel mit dem Bob geholt. Die dreimalige Europameisterin siegte bei der Heim-WM in Königssee nach einer Glanzleistung mit vier starken Läufen mit Anschieberin Romy Logsch vor der Amerikanerin Shauna Rohbock (0,22 Sekunden zurück) und Olympiasiegerin Kaillie Humphries (0,63) aus Kanada.
Weltcup-Gesamtsiegerin Sandra Kiriasis (0,70) musste sich mit dem für sie enttäuschenden vierten Platz begnügen. Anja Schneiderheinze-Stöckel, die als Bremserin von Kiriasis 2006 Olympiagold gewonnen hatte, überzeugte bei ihrem WM-Debüt als Pilotin und wurde Achte. Von den bislang vergebenen neun WM-Titeln bei den Frauen ging dank Martinis Triumph bereits der siebte nach Deutschland. Erfolgreichste Athletin bleibt Kiriasis mit drei Gold- und zwei Silbermedaillen.
Bei den Herren haben Thomas Florschütz und Kevin Kuske zur Halbzeit der Zweierbob-WM der Herren gute Titelchancen. Sie belegen nach den ersten beiden Läufen Rang drei mit einem Rückstand von nur elf Hunderstelsekunden auf den von Alexander Subkow gesteuerten ersten Russen-Bob. Auf Rang zwei schob sich der Schweizer Beat Hefti mit einem Rückstand von sechs Hundertstelsekunden. Er fuhr im zweiten Lauf in 50,06 Sekunden Bahnrekord.
Manuel Machata rangiert auf Platz vier, Lokalmatador Karl Angerer schob sich auf Position sieben nach vorn. Junioren-Weltmeister Francesco Friedrich ist Neunter. Die letzten beiden Läufe finden am Sonntag statt.
Rodel-Olympiasieger Felix Loch muss weiter auf seinen ersten Weltcup-Gesamtsieg warten. Der 21-Jährige enttäuschte beim Weltcup-Finale im lettischen Sigulda mit Platz 14 und fuhr sein schwächstes Ergebnis im nacholympischen Winter ein. Dagegen raste Lochs italienischer Dauer-Widersacher Armin Zöggeler zum Sieg und holte zum zehnten Mal den Gesamt-Weltcup. Hinter dem Südtiroler wurde der Russe Albert Demtschenko Zweiter. Auf Platz drei landete Lokalmatador Martins Rubenis. Auch die anderen deutschen Männer enttäuschten: Jan Eichhorn wurde immerhin noch Siebter, Andi Langenhan fuhr auf Platz zehn, David Möller wurde nur Elfter.
Die Rodel-Doppelsitzer Toni Eggert und Sascha Benecken sicherten sich zuvor den dritten Platz. Das junge Duo musste nur den siegreichen Österreichern Andreas und Wolfgang Linger sowie dem italienischen Duo Christian Oberstolz/Patrick Gruber den Vortritt lassen. Tobias Wendl und Tobias Arlt, die bereits vor einer Woche ihren ersten Weltcup-Gesamtsieg unter Dach und Fach gebracht hatte, landeten nur auf dem siebten Platz.
Quelle: sid , dpa
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