19.08.2011, 14:20 Uhr
Arthur Abraham wird fleißig trainieren müssen, um wieder im Mittelgewicht antreten zu können. (Foto: imago)
Arthur Abraham muss darben. Der frühere Box-Weltmeister, der im Supermittelgewicht sang- und klanglos gescheitert ist, nimmt den Rückzug ins Mittelgewicht mit strengen Vorgaben in Angriff. "Es ist schwer, zehn Kilo abzunehmen. Aber ich schaff das schon", behauptet der 31-Jährige. Nach seiner Niederlage im Halbfinale des Super-Six-Turniers im Supermittelgewicht gegen den US-Amerikaner Andre Ward hatte Abraham eine Rückkehr in seine alte Gewichtsklasse noch abgelehnt.
Während er das sagt, sitzt er zwischen Edel-Jeans und trendigen Poloshirts in eines Modegeschäftes in Hamburg, deren Werbegesicht er ist, und schreibt Autogramme. Die Schlange der Interessenten ist lang. Da scheinen auch Abrahams drei Niederlagen binnen 14 Monaten am Image des harten Kerls, der einst mit gebrochenem Kiefer kämpfte und das Prädikat Blutboxer verpasst bekam, nicht gekratzt zu haben.
Aus dem Urlaub in Monaco zurück, bringt der Berliner 82 Kilo auf die Waage - viel zu viel für das Mittelgewicht. Momentan könnte Abraham bestenfalls drei Gewichtsklassen höher im Cruisergewicht (bis 90,718 kg) antreten. Zunächst muss er sich über Halbschwer- (bis 79,378 kg) und Supermittelgewicht (bis 76,203 kg) herunterhungern, ehe er das Limit zum Mittelgewicht (bis 72,574 kg) zu durchbrechen versucht.
"Ich war gerade bei einer Ernährungsberaterin in München. Sie hat ausgesucht, was ich essen und trinken kann und was nicht", berichtet der gebürtige Armenier. Gedanken an die Streichliste lassen ihn das Gesicht verziehen. "Weniger essen, mittags mehr Kohlenhydrate, keine Süßigkeiten. Das wird sehr hart", gesteht der Ex-Champion und spricht sich selbst Trost zu: "Ein paar Monate kann man das aushalten." Zwei Kämpfe auf dem Weg zum gewünschten Titelduell will er zuvor bestreiten, den ersten Ende des Jahres.
Dr. Marcel Reif-Ranicki untersucht die Risiken beim Faustkampf. zum Video
Abraham sieht aber keine Alternative zur Rosskur. Denn ein Karriere-Ende nach Niederlagen kommt für den stolzen Profi partout nicht infrage: "Ich will wieder um den Titel boxen und als Weltmeister abtreten." Warum er seine Urgewalt nicht im Supermittelgewicht entfalten konnte, steht für ihn fest: "Die Gegner sind da viel größer, haben lange Arme. Da bin ich nicht durchgekommen. Härter hauen können die aber nicht."
Mit Trainer Ulli Wegner, der seinen Ruf als General und Diktator in der Ringecke weghat, will Abraham seinen Weg fortsetzen. "Der Trainer bleibt mein Chef. Ich mag ihn, wie er ist", versichert der Boxer. Für ihn ist Wegner eine Art Zweitvater. Manchmal sei er zwar sauer auf "den Alten", aber es sei wie in jeder Familie. "Eltern kann man nicht hassen", meint Abraham.
Mit der Rückkehr ins Mittelgewicht wird auch die alte Diskussion um einen Kampf mit dem Kölner Felix Sturm wiederbelebt. Sturm ist Superchampion der WBA. "Der Kampf kommt", verkündet Abraham geheimnisvoll. Dann will er Sturm dessen verbale Attacken ("Boxerisch ist da nichts. Er ist ein Heumacher") mit Schlägen zurückzahlen.
Quelle: dpa
Hotte schrieb:
am 19. August 2011 um 18:06:06
(0)
(0)
Abraham
Es wird schwer, sehr, sehr schwer für dich. Das Verlassen der Gewichtsklasse ein unentschuldbarer Fehler - außer das man was
gelernt hat, "die anderen sind größer und haben längere Arme!"
"Schuster bleib`bei deinen Leisten" Viele wünschen dir Glück-ich auch, es waren faszinierende Boxkämpfe die du gezeigt hast!! Aber du bist ein älterer Abraham als der frühere........
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Spezialkollektion für jede Kör-
perform: perfekt für Business und Freizeit. zum XXL-Special
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Edle Design-Möbel, die Platz sparen und Stauraum bieten - jetzt günstig!
von FASHION FOR HOME
Dr. Reif-Ranicki untersucht die Risi- ken beim Faustkampf. zum Video
Die Ring-Termine der Klitschko-Brüder sowie Sturm und Co. auf einen Blick. mehr Boxen