19.03.2010, 12:01 Uhr
Schwergewichtsweltmeister Wladimir Klitschko (li.) steigt gegen Eddie Chambers in den Ring. (Fotos: imago)
Nach neun Monaten Pause kann es Wladimir Klitschko kaum mehr erwarten. "Ich brenne, ich bin hungrig. Ich brenne für den Sport, und ich brenne für diesen Tag", erklärte der Schwergewichtsweltmeister vor seiner Titelverteidigung am Samstag gegen den US-Amerikaner Eddie Chambers. In der Düsseldorfer ESPRIT arena will "Fast Eddie" dem Ukrainer seine Titel nach Version der Boxverbände IBF, WBO und IBO wegnehmen. "Doch das werde ich nicht erlauben", versprach Dr. Steelhammer. Sein Gegenüber will hingegen "die Welt schocken und den Titel dahin zurückbringen, wo er hingehört: nach Amerika".
Eigentlich hatte der jüngere Klitschko-Bruder nach seinem Sieg gegen den Usbeken Ruslan Chagaev viel früher wieder in den Ring steigen wollen. Doch eine Muskelverletzung im Arm durchkreuzte seinen Plan, dreimal im Jahr in den Ring zu steigen. Obwohl ihm die Pause nach eigener Aussage "gut getan hat", ist der Weltmeister nun voller Tatendrang. Im 57. Kampf soll der 54. Sieg her, möglichst mit dem 48. K.o. "Ich war noch nie so schnell, noch nie so überlegt und noch nie so erfahren wie jetzt", sagte Klitschko. Im Trainingslager hatte sein Trainer Emanuel Steward sogar eine "Überaggressivität" bei seinem Schützling festgestellt, der beim offiziellen Wiegen auf 111 Kilogramm kam.
Der sechs Jahre jüngere, 14 Zentimeter kleinere und 16 Kilogramm leichtere Herausforderer gab sich vor dem Aufeinandertreffen im Ring in der 51.000 Zuschauer fassenden Fußball-Arena nicht minder selbstbewusst. "Ich habe eine große Chance und will die Welt schockieren. Es ist die größte Herausforderung meines Lebens", sagte Chambers, der sich wegen seiner Schnelligkeit und Beweglichkeit nicht ungern mit Muhammad Ali vergleichen lässt. Eine eindrucksvolle Kostprobe seines Könnens gab er im Juli 2009, als er Alexander Dimitrenko nach Punkten klar besiegte. Chambers sollte nach den Plänen von Dimitrenkos Boxstall Universum eigentlich nur ein Gegner auf dem Weg zu einem WM-Kampf gegen Klitschko werden, nun ist der 27-Jährige selbst Herausforderer.
Die Außenseiterrolle im Duell mit Klitschko ist dem Lager von Chambers bewusst. Dennoch prophezeit Trainer Rob Murray: "Es wird etwas sehr, sehr Spezielles zu sehen geben." Er bezeichnete seinen Schützling als den "komplettesten Boxer, mit dem ich je gearbeitet habe". Entsprechend optimistisch erklärte Murray: "Ich rechne damit, dass Eddie komfortabel gewinnt." Ein Nachteil ist sicherlich, dass der Herausforderer weder die Reichweite des Champions besitzt noch dessen Schlagkraft. Chambers verlor zwar nur einen seiner 35 Profi-Kämpfe, gewann aber nur 18 durch K.o. "Ich muss seiner Führhand ausweichen, ihn ins Leere schlagen lassen und aus der Nahdistanz punkten", lautet die Erfolgsstrategie des flinken US-Boxers.
Im Trainingslager im österreichischen Kitzbühel hat sich Klitschko in 120 Sparringsrunden auf den schnellen Eddie einzustellen versucht. "Ich habe unterschiedliche Sparringspartner auch aus leichteren Gewichtsklassen gehabt", sagte der Weltmeister, der seinen 17. WM-Kampf sehr ernst nimmt: "Eddie Chambers ist nicht zu unterschätzen. Er hat einen unorthodoxen Stil und ist sehr gefährlich." Klitschko-Trainer Emanuel Steward lobt zwar den Herausforder. "Chambers ist der beste, den er je gekämpft hat." Doch der Ausgang des Kampfes ist für ihn klar. "Spätestens in der achten Runde siegt Klitschko durch K.o."
Quelle: dpa
migthy schrieb:
am 22. März 2010 um 23:17:00
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mo
ja wie zu erwarten war das einer der langweiligste fights in der geschichte des boxsports. aber die medien hier puschen das alles so hoch
und lassen klitschko jetzt wieder als helden da stehen. lächerlich. er soll einmal einen anstendigen gegner fighten, nur ein mal, dann kann er kritikern wie mir das gegenteil beweisen. aber das macht er eh nicht, da er bis zur rente nicht mehr verlieren will, deswegen wird er weiterhin looser boxen, wartets nur ab, der nächste wird wieder ein nichtsnutz!!!
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krause schrieb:
am 21. März 2010 um 00:15:52
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boxkampf klitschko
schade das rtl wieder nur an seine werbung gedacht hat, sonst hätte klitschko wohl schon früher gewonnen, schaue
eigentlich gerne rtl. aber boxen wird immer mehr zur werbeeinnahmequelle. Werde mir kein boxen auf rtl mehr anschauen. Auf den Kampf braucht man auch nicht mehr wetten, da immer in der 12 Runde schluss ist. WERBUNG lässt grüssen.
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Besserwisser schrieb:
am 21. März 2010 um 00:04:32
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Klitschko
Mir fällt nach diesem Kampf nur eines ein: abgekartetes Spiel !!! Sowas braucht kein Mensch.
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