04.09.2010, 22:12 Uhr | sid, t-online.de
Felix Sturm (re.) dominiert den Kampf gegen Giovanni Lorenzo zu jeder Zeit. (Foto: dpa)
14 Monate Ringpause konnten WBA-Weltmeister Felix Sturm nichts anhaben: In der ausverkauften Kölner Lanxess-Arena bot der beste deutsche Mittelgewichtler den 18.000 Zuschauern eine große Show, vor und während des Kampfes gegen Herausforderer Giovanni Lorenzo aus der Dominikanischen Republik. Sturm beherrschte den tapfer nehmenden Gast mit seiner technischen Versiertheit, Variabilität und dem harten linken Jab jederzeit. Dementsprechend einstimmig fiel der Punktsieg des 31-Jährigen aus, der zum 37. Mal als Profi antrat.
Für Sturm, der zuletzt am 11. Juli 2009 am Nürburgring gegen den Armenier Koren Ghevor im Ring gestanden hatte, war es bereits die achte erfolgreiche Titelverteidigung. Der Modellathlet - erstmals vorbereitet und betreut von Vitali Klitschkos Trainer Fritz Sdunek - verbesserte seine Bilanz auf 34 Siege (14 durch K.o.) bei zwei Niederlagen und einem Unentschieden. Sein 29 Jahre alter Herausforderer kassierte die dritte Niederlage im 32. Profikampf.
Sturm diktierte das schon nach den beiden Einführungsrunden einseitige Gefecht und beherrschte seinen boxerisch limitierten Kontrahenten mit zunehmender Kampfdauer nach Belieben. Dessen vollmundige Ankündigung, Sturm in der sechsten Runde zu zerstören und mit einem brutalen K.o. die Schlagzeilen der deutschen Sonntagszeitungen zu beherrschen, entlarvte der Gastgeber als weitgehend substanzloses Säbelrasseln.
Lorenzo hatte bereits einen WM-Kampf gegen einen deutschen Rivalen verloren. Am 19. September 2009 unterlag er Sebastian Sylvester im Duell um den vakanten IBF-Titel im Mittelgewicht in Neubrandenburg knapp nach Punkten. Jenen Sylvester hatte am 1. November 2008 auch Sturm besiegt: mit 3:0-Richterstimmen nach Punkten. Ein weiterer deutscher Champion in dieser Gewichtsklasse ist Sebastian Zbik, der den Interimstitel des Verbandes WBC hält.
Der Kampf gegen Lorenzo war Sturms erster Auftritt als eigenständiger Veranstalter. Der gebürtige Bosnier hatte den Vertrag mit seinem langjährigen Promoter Klaus-Peter Kohl und dessen Universum Box Promotion im August vergangenen Jahres gekündigt. Erst im Juli hatten sich beide Parteien vor dem Hamburger Landgericht nach langem Rechtsstreit über die Rechtmäßigkeit der Kündigung auf eine Auflösung des Vertrages geeinigt. Dem Vernehmen nach soll Sturm eine "Ablösesumme" von rund 900.000 Euro gezahlt haben. Sturm gründete daraufhin die in Köln ansässige Sturm Box Promotion. Mit einem ähnlichen Geschäftsmodell arbeiten seit Jahren die Schwergewichts-Weltmeister Vitali und Wladimir Klitschko.
Quelle: t-online.de , sid
Hakky schrieb:
am 5. September 2010 um 13:17:06
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Sturm
Sebastian Sylvester wird Sturm den WM Gürtel und Titel nehmen E.O.M
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Dirk schrieb:
am 5. September 2010 um 12:49:47
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Felix Sturm
Im Vorfeld hatte Herr Sturm doch geäußert, er werde "in den Krieg" ziehen und es ist schon schlimm genug, Sport mit sowas zu
vergleichen, doch letzten Endes hat dieser Kampf doch wieder eines gezeigt: es geht im Boxen nur noch um Kohle machen. Da wird dann eben mal eine Sparringshow abgeliefert und das dann als Titelverteidgung deklariert.
Setzt dem Sturm mal einen Gegner vor, der richtig bissig ist! Gilt übrigens auch für die im Artikel erwähnten Herren Klitschko.
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Tim oder wie? schrieb:
am 5. September 2010 um 12:40:30
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Felix Sturm
.. ein würdiger Weltmeister boxt nicht nur alle 14 Monate.. das dazu..
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