27.04.2011, 09:17 Uhr | t-online.de
Wladimir Klitschko und David Haye posierten bereits vor dem für 2009 geplanten Kampf auf dem Empire State Building in New York. (Foto: imago)
Kneift David Haye erneut vor einem Kampf gegen Wladimir Klitschko? Dr. Steelhammer würde dies dem Briten zutrauen. "Ich bin mir erst sicher, dass der Kampf stattfindet, wenn ich ihn am 2. Juli in seiner Ecke sehe", sagte der IBF- und WBO-Weltmeister bei einer Pressekonferenz in New York. Dann wird er in Hamburg gegen den WBA-Champion in den Ring steigen. Der jüngere Klitschko soll als zweiter Boxer einlaufen. "Gott sei Dank ist das so. Denn so sehe ich, dass er da ist. Und dann kann ich mich auf den Weg machen", erklärte er.
Ein Duell zwischen Klitschko und Haye im Juni 2009 hatte der Brite, damals noch nicht WBA-Champion, zweieinhalb Wochen vor dem ersten Gong platzen lassen - angeblich wegen einer Rückenverletzung. Ein Aufeinandertreffen mit Vitali Klitschko im September 2009 in der Frankfurter Commerzbank-Arena kam nicht zustande, da beide Seiten sich nicht über die Vertragsmodalitäten einigen konnten.
Nach Aussage von Haye wäre der Kampf in diesem Sommer gegen Wladimir Klitschko um ein Haar an einer Kleinigkeit gescheitert. "Er hat zu mir gesagt: 'Wenn ich nicht als zweiter Boxer in den Ring komme, dann wird der Kampf nicht zu Stande kommen.' Das war der Deal-Breaker für ihn", erinnerte sich Haye. Der Brite hatte nach eigener Aussage seinem Kontrahenten vorgeschlagen, die Frage der Reihenfolge des Einlaufs durch einen Münzwurf zu entscheiden.
Traditionell kommt der Champion als zweiter Boxer in den Ring. Bei einem Vereinigungskampf muss einer der beiden Weltmeister aber als erster den Weg antreten. Klitschko habe es standhaft abgelehnt, "das Schicksal entscheiden zu lassen". Daraufhin habe Haye zu Klitschko gesagt: "Wenn du das so nötig hast, Wladimir, dann komm halt als Zweiter in den Ring."
t-online.de geht der spannenden Frage nach, wer das Bruderduell gewinnen würde. zum Video
Auch bei den anderen strittigen Punkten wie der Wahl des Austragungsortes und der zu verwendenden Handschuhe überließ Haye nach eigenen Angaben seinem Kontrahenten die Entscheidung. Wichtig für ihn sei nur gewesen, dass es keine Klauseln im Vertrag gibt, die einen Rückkampf oder eine finanzielle Beteiligung des entthronten Weltmeisters an den Kämpfen des Siegers vorsehen, die bei freiwilligen Titelverteidigungen - und eine solche ist ein Vereinigungskampf - üblich sind.
"Wenn ich diesen Kampf gewinne, bin ich ein freier Mann", erklärte Haye. "Er hätte auch nicht erwarten können, dass ich einen Vertrag mit all diesen Rückkampf-Klauseln unterschreibe, die sonst in seinen Verträgen enthalten sind." Alle Einnahmen des Kampfes werden zu gleichen Teilen zwischen den beiden Boxern geteilt.
Klitschko nannte auf der Pressekonferenz seinen Gegner einen "Möchtegern". Die Siege des Briten gegen Nikolaj Walujew und Audley Harrison hätten ihn nicht beindruckt.
Haye revanchierte sich umgehend. "Deine Kämpfe sind nur langweilig. Da schaue ich doch lieber Farbe beim trocknen zu", ätzte er gegen seinen Gegner. "Die Fans wollen, dass ich dich ausknocke und wieder etwas Reiz ins Schwergewichtsboxen kommt. Du und Dein Bruder Vitali töten diese Klasse. Ich bin hier, um sie zu retten."
Wenn dann der erste Gong wirklich ertönt sein wird, will Klitschko seinen Gegner zu seinem Jubiläumsopfer machen. 49 Siege durch K.o. stehen derzeit auf dem Konto des Ukrainers. "Haye wird der 50. Kämpfer auf dieser Liste sein", kündigte er in einem Interview mit dem Fernsehsender CNN an. Klitschko hat 55 seiner 58 Ringduelle als Profi gewonnen.
Für Haye stehen 25 Erfolge in 26 Kämpfen zu Buche, 23 Mal verließ er vorzeitig als Sieger den Ring. Seine meisten Ringduelle bestritt der Brite allerdings im Cruisergewicht. Hier war er bis zu seinem Aufstieg ins Schwergewicht Weltmeister bei den Verbänden WBA, WBC und WBO.
Haye und die beiden Klitschkos liegen seit rund drei Jahren im verbalen Clinch, der von Seiten des Briten auch Schläge tief unter die Gürtellinie beinhaltete. So trug Haye 2009 ein T-Shirt mit einem Bild, auf dem er die abgetrennten Köpfe von Wladimir und Vitali Klitschko in den Händen hielt.
Quelle: t-online.de
Nico schrieb:
am 27. April 2011 um 14:38:03
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Das wird spannend!
Endlich ein würdiger Gegner für Wladimir Klitschko. In meinen Augen gibt es keinen Favoriten, beide boxen
unterschiedlich. Ich werden natürlich Klitschko die Daumen drücken, aber ich weiß auch, dass es wohl sehr eng werden wird.
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Ziu57 schrieb:
am 27. April 2011 um 14:37:35
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Nur dummes Geschwätz von fantischen Klitschko- Symphatisanten.
Haye ist nicht nur technisch besser, er ist auch wendiger und schneller als
Klitschko, er brachte als Einziger, Valuev zum Wanken, also er besitzt ein massives Ko Potenzial. Weshalb sollte er kneifen - bei der Börse. Will hier etwa jemand ernsthaft behaupten dass Klitschko in der Lage wäre, Hayes Steps zu folgen um dann ausgepowert in seinen Konter zu laufen? Sollte Haye auch, wie die Anderen, hypnotisiert sämtliche Schläge nehmen ohne Gegenwehr, dann ist die Korruption mehr als verdeutlicht.
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Erzengel schrieb:
am 27. April 2011 um 14:35:34
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Runde 4
erst machts Klitsch dann KO......
;)
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