14.03.2010, 11:10 Uhr | dpa,sid
Marco Huck (li.) ist nach seinem Sieg gegen Adams Richards weiter Boxweltmeister im Cruisergewicht. (Foto: ap)
Profiboxer Marco Huck bleibt Cruisergewichts-Weltmeister des Verbandes WBO. Der 25-Jährige verteidigte seinen Titel in Berlin durch technischen K.o. in der dritten Runde gegen den Amerikaner Adam Richards. Huck war in der Max-Schmeling-Halle von Beginn an der dominierende Kämpfer. Der 25-Jährige landete die klareren Treffer bei Richards, der in der dritten Runde bereits einmal angezählt wurde und aus einer Wunde am Hinterkopf blutete. Nach einer Schlagserie brach der Ringrichter das ungleiche Duell wenig später ab.
Foto-Show Huck gegen Richards
Nach seiner zweiten Titelverteidigung in der zweithöchsten Gewichtsklasse erneuerte der Champion seine Kampfansage in Richtung Schwergewicht. Auf die Frage, ob er bald gegen einen der Klitschko-Brüder kämpfen wolle, sagte er kurz: "Definitiv". Promoter Wilfried Sauerland indes bremste seinen Schützling. "Er ist erst 25 Jahre alt. Über so einen Wechsel denken wir nach, wenn er 28 ist." Sauerland hat andere Pläne mit seinem Erfolgskämpfer. Zunächst soll Huck einen Vereinigungskampf bestreiten und Weltmeister der Verbände WBO und WBC werden. "Das passt gut, weil der Titel der WBC zurzeit vakant ist", erklärte Sauerland. "Ich mache das, was mein Boss sagt", sagte Huck dann auch ganz artig.
Vor den 5000 Besuchern hatte Käpt'n Huck zuvor die ganze Klasse seines Könnens gezeigt und sich ungefährdet den 28. Sieg im 29. Profikampf gesichert. In der dritten Runde leitete er den Technischen K.o. mit einer Schlag-Serie ein. Ringrichter Marc Nelson aus den USA ging dazwischen, wollte Richards schützen und fiel schließlich gemeinsam mit dem taumelnden US-Fighter zu Boden. Richards wurde nicht mehr angezählt. Der Nummer elf der WBO-Rangliste gratulierte dann auch artig: "Huck ist ein toller Kämpfer. Ich danke ihm, dass er mir die Möglichkeit zu diesem Kampf gegeben hat."
Die erste Runde war Huck noch zu verhalten angegangen und wurde einige Male in die Ringseile gedrückt. "Ich wollte es besonders gut machen. Da macht man auch ein paar kleine Fehler. Doch das ist menschlich", sagte der alte und neue Weltmeister. "Er macht noch Fehler, doch er wird sich weiter entwickeln", erklärte sein Trainer Ulli Wegner. Nachdem Huck Ende August Champion geworden war, hat er sich nun als Weltmeister etabliert. "Die Explosivität von Marco ist wirklich beeindruckend", meinte Wegner. Und Sauerland erklärte: "Man sieht, dass sich Marco entwickelt. Sein Schlagrepertoire wird immer variantenreicher. Seine Kämpfe sind spektakulär und eine besondere Sache."
Vor Huck darf sich jedoch zunächst Alexander Powetkin auf einen Kampf gegen einen der Klitschko-Brüder freuen. Der frühere Amateur-Weltmeister und Olympiasieger aus Russland knockte den Mexikaner Javier Mora in der fünften Runde aus und blieb damit Klitschkos Pflichtherausforderer bei Boxverband IBF. "Das war eine weitere starke Leistung. Nun warten wir ab, ob Wladimir Klitschko nächste Woche gewinnt. Alexander ist auf jeden Fall bereit für ihn", sagte Sauerland, der auch Manager von Powetkin ist.
Quelle: sid , dpa
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