03.04.2011, 08:31 Uhr
Weltmeister Marco Huck (re.) trifft Herausforderer Ran Nakash mit einem rechten Aufwärtshaken. (Foto: dapd) (Quelle: dapd)
Zum sechsten Mal hat Marco Huck seinen Weltmeistertitel des Verbandes WBO erfolgreich verteidigt. Der 26-jährige Cruisergewichtler fügte seinem Herausforderer Ran Nakash im westfälischen Halle nach zwölf Runden eine einstimmige Punktniederlage zu. Der engagiert und mutig auftretende Gast aus Israel verließ nach seinem 26. Kampf als Profi erstmals als Verlierer den Ring. Huck feierte seinen 32. Sieg im 33. Profikampf.
Die beiden US-Punktrichter Robert Hoyle und Roark Young hatten den gebürtigen Serben nach der vollen Kampfdistanz mit je 118:110 auf ihren Zetteln vorne. Der Schwede Mikael Hook wertete das intensive und durchaus spannende Gefecht mit 116:112 für den Titelverteidiger. Dessen erfahrener Trainer Uli Wegner sprach anschließend in der ARD von der "Schlacht im Teutoburger Wald".
Nakash begann sie unerschrocken und fügte dem zu Beginn zu passiv und konzeptlos wirkenden Huck gleich in Runde eins eine blutige Nase zu. Auch die zweite Runde ging an den 31-jährigen Israeli. Es dauerte bis zur siebten Runde, ehe sich der Kampf merklich zu Gunsten Hucks wendete. Bis dahin hatte der aggressive Kampfstil des Elitesoldaten Nakash, der auf Grund seines Nachteils von immerhin neun Zentimetern Körpergröße immer wieder mit dem Kopf voran angriff, Huck deutliche Probleme bereitet.
Mit zunehmender Dauer fand Huck aber zu einer besseren boxerischen Linie und traf auch immer wieder mit Aufwärtshaken. Nakash trug in der siebten Runde einen Cut unter dem linken Auge davon, der sich bis zum Ende des Gefechts zu einer unübersehbaren Beule auswuchs. Huck suchte den K.o., Nahkampfausbilder Nakash aber wackelte zwischenzeitlich nur, blieb jedoch standhaft.
Dr. Eisenfaust schickt seinen kubanischen Herausforderer bereits in der ersten Runde auf die Bretter und verteidigt seinen WM-Titel. zum Video
Huck, den Wegner zu Kampfbeginn gebetsmühlenartig aufgefordert hatte, "aus der Linie" der Schläge Nakashs zu gehen und sich auch aus dem Seil herauszudrehen, gab anschließend ehrlich zu, dass ihm der Fighter aus dem Nahen Osten "viel abverlangt" habe. Auch Wegner hatte ein dickes Lob für Nakash parat: "Hochachtung, wie er zwölf Runden um den Sieg gekämpft hat. Marco musste sich heute durchbeißen. Sein Gegner hat ihm durch seine Angriffswucht viel zerstört." Aber auch Huck bekam vom oft gestrengen Wegner seine Streicheleinheit: "Wie er in den Kampf investiert hat, das hat mir gefallen."
Nakash war als Hucks Kontrahent eingesprungen. Eigentlich hätte der Italiener Giacobbe Fragomeni dem jüngsten deutschen Box-Weltmeister gegenüberstehen sollen. Der 41-Jährige hatte aber verletzungsbedingt kurzfristig abgesagt.
Quelle: t-online.de , dpa
HEL schrieb:
am 3. April 2011 um 19:45:21
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boxen
War das ein Boxkampf? Huck hat sich tapfer geschlagen. DerGgegner war m. E. ein Stier. Er ging nur mit den Kopf voran.
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costa.brava.hombre schrieb:
am 3. April 2011 um 18:50:48
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Huck
Toller Fight, aber Huck hat sich das Leben selbst sehr schwer gemacht. Nicht schnell genug bei der Beinarbeit.
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Olymp schrieb:
am 3. April 2011 um 18:00:13
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Revanche
Toller Weltmeister , sei fair und gib Lebedev ne Revanche machste nicht OK , dann wirste halt beim kommenden Super Six gegen
Lebedev fallen, und zwar ohne Heimvorteil ala Bielefeld
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