06.11.2008, 16:36 Uhr | Jens Bistritschan
Vitali Klitschko und Hasim Rahman posieren in der noch menschenleeren SAP-Arena in Mannheim. (Foto: ddp)Die Umstellung auf den neuen Gegner stört Wladimir Klitschko nicht. "Ich habe noch genug Zeit", erklärte der Schwergewichtsweltmeister der Verbände IBF, WBO und IBO vor seinem Kampf gegen Hasim Rahman am 13. Dezember in Mannheim.
Der US-Amerikaner ist kurzfristig für Pflichtherausforderer Alexander Powetkin eingesprungen, der wegen einer Bänderverletzung im linken Knöchel absagen musste.
Wladimir Klitschko vs. Tony Thompson
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Gut fünf Wochen vor dem Fight wollte Dr. Steelhammer die Aufgabe gegen Rahman aber nicht auf die leichte Schulter nehmen. "Ich glaube, er ist eine wahnsinnige Herausforderung", sagte Klitschko. Dass nur er etwas zu verlieren hat, stört ihn nicht. "Ich liebe es, auf der Bühne zu stehen und meine Gegner so klar wie möglich zu besiegen."
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Die größte Stärke bei seinem Kontrahenten sieht er in dessen "großer Erfahrung". Zweimal war Rahman bereits WBC-Weltmeister, im April 2001 hat er Lennox Lewis K.o. geschlagen. Auch gegen Corrie Sanders, einer der drei Boxer gegen die der jüngere Klitschko-Bruder bereits verloren hat, beendete "The Rock" den Kampf vorzeitig zu seinen Gunsten.
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Doch die besten Tage des Kämpfers aus Baltimore sind vorbei. "Ich spüre, dass dies meine letzte Chance auf den Titel ist", sagte Rahman am Tag vor seinem 36. Geburtstag. Er ist froh, dass "Dr. Klitschko mir diese Chance gegeben hat". Eigentlich hätte der US-Amerikaner schon 2005 gegen einen Klitschko in den Ring steigen sollen. Doch das Duell platzte wegen Vitalis Kreuzbandriss. Der WBC-Titel ging kampflos an den Amerikaner.
Im Jahr 2008 will will der zweimalige Weltmeister aber nun nicht nur schmückendes Beiwerk bei einer Klitschko-Show sein. "RTL (übertragender Sender, Anm. d. Red.) wird nicht glücklich über mich sein", erklärte Rahman selbstbewusst. "Denn ich werde mit dem Gürtel den Ring verlassen." Auch er sieht in der Erfahrung aus 54 Kämpfen (45 Siege, 6 Niederlagen, 2 Unentschieden) seine größte Stärke.
"Ich war schon einmal an der Spitze und weiß, was es bedarf, um Champion zu werden. Das ist nicht mein erster Ball", verkündete Rahman. Und auch sein Team gibt sich zumindest nach außen hin optimistisch, was die Chancen anbelangt, den WM-Gürtel zurück in die USA zu bringen. Manager Steve Nelson zitiert den gerade erst zum Präsidenten gewählten Barack Obama: "Yes we can – Ja, wir können es schaffen."
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Quelle: t-online.de
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