09.10.2008, 08:22 Uhr
Der Mega-Fight kann starten: Evander Holyfield (li.) gegen Nikolaj Walujew (Fotos: imago, dpa; Montage: t-online.de)Evander Holyfield, ehemaliger Box-Weltmeister im Schwergewicht, wird Herausforderer des Russen Nikolai Walujew um den Titel nach WBA-Version. Er habe ein Angebot von Walujews Promoter Wilfried Sauerland erhalten und werde dieses annehmen, sagte Holyfield zu "ESPN.com". Der Kampf soll am 20. Dezember in Deutschland oder der Schweiz stattfinden.
Holyfield, der am 19. Oktober 46 Jahre alt wird, wäre bei einem Sieg gegen den 2,13 Meter großen Titelverteidiger der älteste Box-Champion im Schwergewicht. Bislang hält sein amerikanischer Landsmann George Foreman diese Bestmarke. Dieser hatte 1994 Michael Moorer im Alter von 45 Jahren besiegt.
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"Es stört mich nicht, wenn die Leute meinen, ich sei zu alt", sagte Holyfield. "Sie haben schon damals gesagt, ich sei zu alt, als ich 34 war und mich für den ersten Kampf gegen Tyson bereit machte. Ich habe einen Wunsch und ich werde hart trainieren, um ihn zu verwirklichen." Holyfield verlor seinen bislang letzten Titelkampf im Oktober 2007 in Moskau gegen Sultan Ibragimow. In seiner Karriere war er viermal Schwergewichts-Weltmeister, gewann 42 seiner 53 Kämpfe und trennte sich neunmal Unentschieden.
Video: Vom Cut bis zum Tod
Der Kampf gegen Walujew wird auf jeden Fall ein ganz anderes Kaliber, schließlich ist der Russe mit 2,13 Metern Körpergröße und einem Gewicht von rund 160 Kilogramm ein wahrer Riese. "Natürlich ist er der größte Kerl, gegen den ich je gekämpft habe", erklärt Holyfield. "Aber so habe ich ein großes Ziel. Ich muss Dinge tun von denen ich glaube, dass er sie nicht tun kann. Ich muss schnell in den Infight gehen, darf dort aber nicht allzu lange bleiben. Ich muss einfach in einer unglaublich guten Verfassung sein, um ihn auszumanövrieren."
Holyfield betonte, dass es sich bei der Gage um die geringste handele, die er jemals für einen Titelkampf bekommen habe. "Nichtsdestotrotz fühle ich mich geehrt, diese Gelegenheit zu erhalten." Angeblich soll sein Kampfsalär weniger als 750.000 Dollar betragen. Damit wird der US-Amerikaner wohl kaum aus seinen finanziellem Engpass herausfinden, durch den er im Juli für Schlagzeilen sorgte. Die Mutter eines seiner Kinder hatte Holyfield vor Gericht gezerrt, da dieser angeblich mit den Unterhaltszahlungen im Rückstand war.
Auch über die Zwangsversteigerung seines riesigen Heims in Atlanta wurde spekuliert. Die geringe Kampfbörse stört Holyfield aber nicht. "Wieviel auch immer da für mich herausspringt, ich fühle mich geehrt, diese Chance zu bekommen."
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Von Ali bis Tyson
Quelle: dpa
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