06.11.2008, 11:29 Uhr
Vitali Klitschko wünscht sich Walujew als nächsten Gegner (Foto: imago)Box-Weltmeister Vitali Klitschko muss seinen nächsten Kampf gegen Pflichtherausforderer Juan Carlos Gomez aus dem Hamburger Arena-Stall bestreiten. Das hat der Weltverband World Boxing Council (WBC) auf seiner Jahrestagung in Chengdu/China entschieden.
Klitschko hatte darum gebeten, erst eine freiwillige Titelverteidigung bestreiten zu dürfen - mutmaßlich gegen den WBA-Champion Nikolai Walujew. Doch dies wurde ihm verweigert. Sollten sich die Klitschko-Agentur K2 und Arena nicht über die Rahmenbedingungen des Kampfes einigen können, wird das Duell am 19. Dezember in Mexiko City versteigert. Der Kampf wird vermutlich im März in Deutschland stattfinden.
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Das Klitschko-Lager ist alles andere als begeistert über die Entwicklung. "Das Interesse an dem Kampf ist gering. Aber wir müssen schauen, wie es weitergeht", erklärte Manager Bernd Bönte am Rande der Pressekonferenz für den Kampf zwischen Wladimir Klitschko und Hasim Rahman am 13. Dezember in Mannheim. Eine weitere Stellungnahme lehnte er mit dem Hinweis ab, vom WBC noch keine offizielle Mitteilung erhalten zu haben.
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Bei RTL, dem Fernseh-Partner der Klitschkos, sieht man die Sache gelassener. Auf die Frage, ob sich der Sender um die Übertragungsrechte bemühen werde, sollte es zu dem Aufeinandertreffen zwischen Vitali Klitschko und Gomez kommen, antwortete Sportchef Manfred Loppe klar und eindeutig mit : "Ja".
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Die Gründe für die Ablehnung gegen den Gomez Kampf von Seiten der Klitschkos dürfte im Umfeld des Gegners liegen. Dessen Promoter Öner hatte Bönte vor einigen Jahren einmal tätlich angegriffen und hatte bei den letzten beiden Klitschko-Kämpfen Hausverbot. Doch zumindest jetzt darf sich der Chef des Arena-Stalls freuen: "Wir haben genau das bekommen, was wir wollten", sagte Öner.
Vitali Klitschko hatte den WBC-Titel im Schwergewicht vor vier Wochen gegen den Nigerianer Samuel Peter zurückerobert, nachdem er wegen zahlreicher Verletzungen fast vier Jahre nicht mehr Ring gestanden hatte. Gomez wird nach seinem Sieg gegen den Ukrainer Wladimir Wirtschis aus dem Hamburger Universum-Stall an Nummer eins des WBC und damit als offizieller Herausforderer des Weltmeister geführt. Im Ring standen sich der ältere Klitschko-Bruder und Gomez schon einmal gegenüber - allerdings nur beim Sparring. Damals, so erklärt Vitali, habe er Gomez ausgeknockt.
Quelle: t-online.de , dpa , sid
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