09.03.2008, 10:06 Uhr
Samuel Peter (li.) trifft Oleg Maskajew (Foto: AFP)Samuel Peter ist neuer Box-Weltmeister im Schwergewicht nach Version des Verbandes WBC. Der "Nigerianische Albtraum" besiegte im mexikanischen Ferienort Cancun den bisherigen Champion Oleg Maskajew (Russland) durch technischen K.o. in der sechsten Runde. Vier Sekunden vor dem Ende des Abschnittes beendete Ringrichter Guadalupe Garcia das Duell, nachdem sich Maskajew gegen die Angriffe Peters nicht mehr verteidigen konnte. Nächster Gegner für den neuen Champion ist Ex-Weltmeister Vitali Klitschko, der den WBC-Titel im Jahr 2005 nach einem Kreuzbandriss niedergelegt hatte.
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Eigentlich hätten Maskajew und Peter bereits im Oktober des letzten Jahres gegeneinander kämpfen sollen. Doch wegen einer Rückenverletzung des Russen musste der Kampf verschoben werden. Beim Aufeinandertreffen nun vor 7000 Zuschauern in der Stierkampfarena präsentierte sich Peter als der entschlossenere Kämpfer und unterstrich einmal mehr seine Schlagkraft. Bereits in der dritten Runde deckte er den Russen mit einem Schlaghagel ein. Doch Maskajew konnte da noch mit einer krachenden Rechten an den Kopf den Vorwärtsgang des Herausforderers stoppen. Drei Runden später hatte der Weltmeister nach der nächsten geballten Attacke Peters nicht mehr die Kraft dazu.
"Der Ringrichter hat richtig gehandelt", erklärte Maskajew nach dem Kampf. Peter blickte schon wenige Minuten nach dem Fight nach vorne. "Ich fühle mich großartig. Ich könnte schon morgen wieder kämpfen", erklärte der neue Weltmeister, dessen einzige Niederlage bisher gegen Vitalis jüngeren Bruder Wladimir war. Für ihn sei es egal, wer als nächster Herausforderer gegen ihn in den Ring steigt. "Ich bin bereit für jeden Gegner."
Vitali Klitschko, der 2005 als ungeschlagener WBC-Weltmeister abgetreten war und daher mit dem Status eines "Champion emeritus" als Pflichtherausforderer antreten darf, zeigte sich von seinem künftigen Gegner wenig beeindruckt. "Er hat ein paar Schläge ausgeteilt, aber ein Hammer war nicht dabei. Mit seinen 114 Kilo ist es ziemlich schwierig für ihn, schnell zu agieren und eine gute Kondition zu haben", meinte der 36-Jährige bei RTL. "Ich möchte Peters Fehler ausnutzen, um den Kampf vorzeitig zu beenden."
Der Ukrainer geht davon aus, dass der Fight unmittelbar vor oder direkt nach den Olympischen Spielen in Peking (8. bis 24. August) stattfinden wird. Vorher erwartet Klitschko aber harte Verhandlungen mit Peters Promoter Don King: "Es ist schwierig, mit Don King zu verhandeln. Das wird ein bisschen kompliziert. Aber wir haben sehr viel Erfahrung, und ich bin fest davon überzeugt, dass wir diese Gespräche gut durchführen werden." Als Knackpunkt könnte sich vor allem der Austragungsort des Kampfes erweisen. "Samuel Peter will den Kampf nach Nigeria holen. Ich bin nicht glücklich über diese Idee. Für mich persönlich wäre es viel schöner, in Deutschland zu kämpfen. Dafür werden wir alles tun", versicherte Klitschko
Quelle: sid , t-online.de
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