04.09.2008, 13:57 Uhr
Vitali Klitschko (re.) und Samuel Peter posieren für die Presse. (Foto: Reuters)Gut fünf Wochen vor seinem Comeback gegen Samuel Peter zeigte sich Ex-Weltmeister Vitali Klitschko siegessicher. "Ich werde mir meinen Traum erfüllen, nämlich zum dritten Mal Champion zu werden und gleichzeitig mit meinem Bruder Wladimir Weltmeister im Schwergewicht zu sein", sagte der 37-Jährige vor seinem Kampf gegen den aktuellen WBC-Champion Samuel Peter.
Am 11. Oktober werden die beiden Kontrahenten in der neuen Berliner Arena in den Ring steigen. Für den älteren der beiden Klitschko-Brüder, der von seinen bisherigen 37 Kämpfen 35 gewann, davon 34 durch K.o., wird es der erste Kampf seit fast vier Jahren sein.
Video: Vom Cut bis zum Tod
Zahlreiche Verletzungen hatten ihn seitdem am Kämpfen gehindert. Nach einem Kreuzbandriss im November 2005 nahm ihm der WBC seinen Titel weg, erklärte den Ukrainer aber zum Champion emeritus. Damit verbunden war das Privileg, bei einem Comeback den aktuellen Champion herausfordern zu dürfen. "Ich hatte immer die Vision, wieder in den Ring zu steigen und Boxgeschichte zu schreiben", sagte Klitschko nun. "Ich bin sehr hungrig."
Von Ali bis Tyson
Im vergangenen Jahr beendete ein Bandscheibenvorfall kurz vor Ende des Trainingslagers Klitschkos Rückkehr in den Ring. Nun fühlt er sich kerngesund. "Ich habe mich mehrmals in den USA und Deutschland von Ärzten durchchecken lassen und alles war okay. Deshalb bin ich optimistisch, was den Kampf gegen Peter angeht", sagte Klitschko. Auch Trainer Fritz Sdunek ließ keine Zweifel an der Fitness seines verletzungsgeplagten Schützlings aufkommen: "Vitali ist in sehr guter Verfassung. Er wird gesund durch die Vorbereitung kommen. Das kann ich garantieren."
Den amtierenden WBC-Champion schätzte Klitschko als einen der derzeit stärksten Schwergewichtler der Welt ein. "Er ist ein großer Puncher und Knockouter. Ich bin fest davon überzeugt, der Kampf wird vorzeitig beendet - mit dem Sieger Vitali Klitschko", sagte der Herausforderer.
Siegessicher zeigte sich aber auch Klitschkos Kontrahent Samuel Peter, der sich den WBC-Titel am 8. März 2008 mit einem K.-o.-Sieg gegen Oleg Maskajew erkämpft hatte. "Ich werde zunächst Vitali schlagen und dann seinen Bruder. Mit dem habe ich noch eine Rechnung offen", tönte Peter vor seiner ersten Titelverteidigung. Der Nigerianer musste am 24. September 2005 gegen den heutigen Weltmeister der Verbände IBF, WBO und IBO eine Punkt-Niederlage einstecken, seine bislang einzige Niederlage in 31 Fights (23 K.-o.-Siege). "Vitali ist zwar ein besserer Boxer als Wladimir, aber ich bin viel stärker geworden und werde beweisen, dass ich der wahre Schwergewichts-Weltmeister bin. Vitali macht einen großen Fehler, bei seinem Comeback gegen mich anzutreten", sagte Peter.
Klitschko wird sein Vorbereitungs-Camp in den nächsten Wochen mit Trainer Fritz Sdunek wieder im österreichischen Going aufschlagen. Peter macht sich mit Coach Stacey McKinley in Freiburg für seine Titelverteidigung fit.
Quelle: sid , dpa
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