04.10.2011, 08:44 Uhr
Sebastian Sylvester denkt ans Aufhören. (Foto: dpa)
Das Karriere-Ende von Profi-Boxer Sebastian Sylvester naht. "Ich weiß nicht, wie es weitergeht. Man muss abwarten, was jetzt für Angebote kommen. Ansonsten war es das wohl mit dem Boxen", sagte der 31-Jährige nach seiner Pleite im Neubrandenburger Jahnsportforum gegen den Polen Grzegorz Proksa." Die Niederlage hatte ich nicht auf dem Zettel." Ein stark blutender Cut über dem rechten Auge behinderte den Hurrikan so stark, dass er den Kampf nach der dritten Runde nicht mehr fortsetzen konnte und deshalb aufgeben musste. (Lesen Sie auch: Blutüberströmter Sylvester verliert EM-Kampf)
Sylvester kassierte die fünfte Niederlage in seinem 40. Kampf. Erst im Mai dieses Jahres hatte der Schützling von Trainer Karsten Röwer seinen IBF-WM-Gürtel ebenfalls in Neubrandenburg gegen den Australier Daniel Geale verloren.
"Da gab es den beschissenen Cut in der zweiten Runde. Der hat mich komplett aus dem Konzept gebracht", rechtfertigte sich Sylvester nach dem Kampf. "Ich konnte kaum noch etwas sehen, das Blut floss in mein Auge". Fachleute sahen das anders. "Er war total überfordert", sagte TV-Experte Henry Maske nach dem Fight.
Auch sein Ex-Coach Hartmut Schröder stellte Sylvester ein vernichtendes Urteil aus. "Alles was ich aufgebaut habe, hat sein neuer Trainer Karsten Röwer kaputt gemacht. Proksa ist nicht schlecht aber schlagbar", sagte Schröder der "Bild"-Zeitung. Aus aussichtsreichen Ranglisten-Positionen wird er nun zunächst einmal verschwinden. Auf eine erneute Ochsentour aber hat Sylvester keine Lust mehr. "Wenn ich die Tingeltour von ganz unten antreten muss, höre ich auf", kündigte er an. Auch Trainer Röwer sieht die Situation realistisch: "Es wird nicht einfacher mit den Jahren."
Quelle: t-online.de
Murmel schrieb:
am 4. Oktober 2011 um 14:52:51
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(1)
zu langsam
Sylvester wirkte übertrainiert und abgekocht.. dadurch viel zu langsam, - dazu noch so ein flinker, variabler Gegner- keine
Chance, selbst ohne Cut hätte er verloren. Man kann nicht alles erzwingen...egal, wie sehr man es sich wünscht... warst ein guter Boxer, jetzt macht was Neues!!!
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MM schrieb:
am 4. Oktober 2011 um 13:21:46
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Sylvester..
Sebastian sollte abdanken, ehe er größeren Schaden nimmt. Der Pole war eindeutig besser,- schneller und hatte auch noch einen
ordentlichen Dampf in den Fäusten. S. ist ein sicherlich symphatischer Mensch und sollte sich das nicht mehr antun....
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fritz06 schrieb:
am 4. Oktober 2011 um 12:24:22
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S. Sylvester
Habe auch den Kampf. Sylvesterfand kein Mittel gegen den Polen, der sehr beweglich im Oberkörper und besser in der Halbdistanz
war. Bessere, aber seltene Momente von Sebastian Sylvester waren die ,als er seine Reichweitenvorteile nutzte und seine rechte Gerade. Warum er sich von Trainer Schröder trennte,weiß ich nicht. Aber es gibt da eine Weisheit, die da lautet: Never change a winning team. Es wäre Sylvester zu wünschen, noch einmal einen Titel zu gewinnen und das Karriereende nachzudenken.
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