04.06.2010, 13:57 Uhr | sid, dpa
Box-Weltmeister Sebastian Sylvester (re.) steigt im Kampf um den IBF-Gürtel im Mittelgewicht gegen Roman Karmazin in den Ring. (Foto: imago)
Box-Weltmeister Sebastian Sylvester eilt von Ring zu Ring. Am Samstag will er seinen Titel als IBF-Champion im Mittelgewicht gegen den Russen Roman Karmazin verteidigen. Am 9. Juli; Sylvesters 30. Geburtstag, steht die Hochzeit mit seiner Lebensgefährtin Diana auf dem Programm. Den Ehering will sich der Hurrikan am liebsten nur dann anstecken lassen, wenn er zuvor den viereckigen Ring als Sieger verlassen hat. "Ich will und ich werde als Weltmeister heiraten", versichert Sylvester.
"Meine Hochzeit vermiest mir Karmezin nicht", sagt der Champion, der zum fünften Mal von seinen letzten sieben Kämpfen in Neubrandenburg in den Ring steigen wird. Damit auch gar nichts schiefgehen kann, musste Diana zuletzt reichlich oft auf die Zuneigungen ihres Verlobten verzichten. "Ich habe mich mit Trainer Karsten Röwer zehn Wochen am Stück im Trainingslager Güstrow auf diesen Kampf vorbereitet", sagte Sylvester: "Meine Kondition ist so gut wie vielleicht noch nie."
Seinen Gegner Karmazin hat sich Sylvester nicht ausgesucht. Der Russe, der 40 seiner 45 Kämpfe gewonnen hat, ist die Nummer eins der IBF-Rangliste und damit Pflichtherausforderer des Deutschen. Zwar ist Karmazin schon 37 Jahre alt und damit sieben Jahre älter als Sylvester, doch ihm eilt der Ruf voraus, ein harter Puncher zu sein. Außerdem war er bereits Weltmeister im Halbmittelgewicht - allerdings beim eher unbedeutenden Verband World Boxing Board. "Ich will der erste russische Champion sein, der in zwei Gewichtsklassen Weltmeister war", erklärte Karmazin selbstbewusst.
Trainer Karsten Röwer warnt seinen Schützling deshalb eindringlich vor dem Veteranen aus Russland, der mittlerweile in Los Angeles wohnt. "Karmazin ist brandgefährlich und hat eine variable Führhand. Sebastian muss dass umsetzen, was wir trainiert haben", sagt der Coach. "Dann wird er am Samstag den Ring als Sieger verlassen."
Sylvester, der von 36 Profi-Kämpfen 33 gewonnen hat, ist zwar neben Felix Sturm der derzeit einzige in Deutschland geborene Box-Weltmeister. Doch es fehlt ihm an Popularität. Der Held in den deutschen Fernsehstuben ist er trotz Live-Übertragungen nicht. Vor anderthalb Jahren war er Sturm im Duell um den WBA-Titel nach Punkten unterlegen. Später wechselte er vom Berliner Wiking-Team zu Sauerland. Dort wird er seither von Röwer trainiert. "Es hat sich alles zum Positiven entwickelt", sagt Sylvester.
Diese Einschätzung teilt nicht jeder Box-Experte. "Sylvester ist ein Handwerker, nicht mit Abraham oder Sturm zu vergleichen", lautet die Einschätzung von Jean-Marcel Nartz, früher Technischer Leiter in den Box-Ställen Sauerland und Universum. "Wenn Karmazin das bringt, was er früher gezeigt hat, bekommt Sebastian große Probleme."
Vor dem Kampf von Sylvester steigt ein weiterer WM-Kampf. Um den vakanten IBF-Titel im Cruisergewicht kämpfen Ex-Champion Steve Cunningham (USA) und der Kanadier Troy Ross. Der 33 Jahre alte Cunningham wird mittlerweile von Wilfried Sauerland promotet. Er ist der einzige Boxer, der Sauerlands WBO-Champion Marko Huck schlagen konnte. Sollte der Amerikaner den Titel gewinnen, plant Sauerland im Cruisergewicht ein Super-Six-Turnier, wie es zurzeit mit großem Erfolg im Supermittelgewicht mit Arthur Abraham läuft.
Quelle: sid , dpa
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Spezialkollektion für jede Kör-
perform: perfekt für Business und Freizeit. zum XXL-Special
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Edle Design-Möbel, die Platz sparen und Stauraum bieten - jetzt günstig!
von FASHION FOR HOME
Dr. Reif-Ranicki untersucht die Risi- ken beim Faustkampf. zum Video
Die Ring-Termine der Klitschko-Brüder sowie Sturm und Co. auf einen Blick. mehr Boxen