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Boxen: Sturm-Opfer Lorenzo fühlt sich ungerecht beurteilt

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Sturm: "Er soll einmal in den Spiegel schauen"

05.09.2010, 12:03 Uhr | Aus Köln berichtet Jens Bistritschan

Ein seltenes Glück für Herausforderer Giovanni Lorenzo (li.) in seinem WM-Kampf gegen Felix Sturm: Ein linker Aufwärtshaken, der den späteren Sieger wenigstens berührt. (Foto: dpa)

Ein seltenes Glück für Herausforderer Giovanni Lorenzo (li.) in seinem WM-Kampf gegen Felix Sturm: Ein linker Aufwärtshaken, der den späteren Sieger wenigstens berührt. (Foto: dpa)

Am Ende der Pressekonferenz sah sich Felix Sturm sogar genötigt, auf Englisch seinen Kontrahenten Giovanni Lorenzo und dessen Team anzusprechen. "Ihr wollt doch nur einen Rückkampf haben", giftete der alte und neue WBA-Weltmeister im Mittelgewicht in der für ihn nicht alltäglichen Sprache. Zu abenteuerlich waren die Behauptungen des Managers seines gerade bezwungenen Herausforderers. "Mein Mann hat öfters geschlagen, hat mehr Treffer erzielt und hat die härteren Treffer erzielt", erklärte Kurt Emhoff.

Auch Lorenzo war zuvor der Meinung gewesen, er habe den Kampf (Die besten Bilder gibt es hier) gewonnen. Die Ringrichter hätten seine Körpertreffer überhaupt nicht in ihre Überlegungen einbezogen. "Er soll sich den Kampf vielleicht noch einmal angucken und einmal in den Spiegel schauen. Es war ein klares Ergebnis. Daran gibt es nichts zu deuteln", riet Sturm seinem deutlich im Gesicht gekennzeichneten Kontrahenten.

Nie gefährdeter Punktsieg

Die drei Ringrichter und die 18.712 Zuschauer in der Kölner LANXESS arena hatten es wie der Champion gesehen. 117:111, 117:111 und 118:111 waren die klaren Urteile der Offiziellen. Sturm hatte Lorenzo sich in den ersten zweieinhalb Runden austoben lassen. Doch die meisten Schläge des Herausforderers landeten in der Doppeldeckung des Weltmeisters. Danach übernahm Sturm das Kommando. Mit seiner linken Führhand landete er immer wieder mit schnellen, präzisen Geraden gute Treffer. Trotz einer kleinen Schlussoffensive Lorenzos war der 34. Sieg im 37. Profikampf nie gefährdet.

Sdunek vermisst noch die Rechte

Beim ersten Ringauftritt nach der 14-monatigen Kampfpause fehlte eigentlich nur der vorzeitige Sieg. "Natürlich hätte ich lieber durch K.o. gewonnen", gab dann auch Sturm zu Protokoll. "Man darf aber nicht vergessen, wie lange ich weg gewesen bin." Er habe es besonders gut machen wollen. "Da macht man auch Fehler." Auch sein neuer Trainer Fritz Sdunek sieht noch Verbesserungspotenzial: "Die Rechte hätte öfters kommen müssen."

Vor Weihnachten noch einmal ein großer Kampfabend

Bis zum nächsten Auftritt von Sturm gibt es also noch jede Menge Arbeit. Und die Zeit drängt. Anfang bis Mitte Dezember will der Weltmeister wieder in den Ring steigen. Es gäbe bereits Gespräche, noch in der kommenden Woche sollen Gegner und Ort feststehen. Der Herausforderer soll kein Fallobst sein. "Wir wollen den Zuschauern etwas bieten", stellt Sturm klar.

Keine Schlacht mit Abraham

Mittelfristig plant der 31-Jährige, der nach seiner Trennung vom Boxstall Universum und seinem langjährigen Promoter Klaus-Peter Kohl in Köln erstmals einen Kampfabend in Eigenregie organisierte, einen Vereinigungskampf gegen einen der Weltmeister der anderen drei großen Boxverbände. "Da gibt es interessante Gegner", erklärte Sturm. Ein Duell mit Arthur Abraham werde es aber eher nicht geben. "Das steht nicht zur Diskussion", sagte Sturm, da dieser ja ins Super-Mittelgewicht hochgegangen und dort im Super-Six-Turnier beschäftigt sei.

Neues Wohnzimmer Köln

Wo er boxen wolle, darüber hat Sturm klare Vorstellungen: in Deutschland. "Ich sehe im Moment keinen Grund, derzeit in den USA zu boxen", erklärte er. Ganz oben auf der Liste seiner Städte steht weiterhin Köln. "Einmal im Jahr möchte ich hier boxen, weil das meine Stadt ist."


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Quelle: t-online.de

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Kommentare (56)

zum Forum

Thema: "Boxen: Sturm-Opfer Lorenzo fühlt sich ungerecht beurteilt"

Alli schrieb: am 6. September 2010 um 09:42:19
(0) (0) Felix
..das ist doch bloss ein Schauspiel,er will doch bloss ein Rückkampf und wenn Felix dies annimmt glaube ich dies mal nicht das es 12
Runden geht der Kampf.....dann gibt richtig Haue für den Lorenzo,er soll doch Mio.einpacken und sich schleichen,was wäre gewesen wenn unser Felix nicht so lange Pause machen hätten müßen????voll in dioe Zwölf wäre es gegangen,denn er hat doch nicht alles wieder drauf...aber das kommt bestimmt noch und Dez.da freue ich mich schon drauf.
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Juvenal schrieb: am 6. September 2010 um 09:08:47
(0) (0) "Boxen: Sturm-Opfer Lorenzo fühlt sich ungerecht beurteilt"
..das gehört doch zum Box-Buisness das seitens der Ringrichter geschoben und
getrickst wird. Hier geht es nur um Manipulation. Mit Boxen aus früheren Jahren hat das schon lange nichts mehr zu tun. Ich schau mir solche gefakten Box-Weicheier Veranstaltungen schon lange nicht mehr an. Schau doch mal ins Publikum das sind nir noch Schleim-und Schmazbirnen zu sehen die keine Lust haben, daß Blut spritzt. Wer Lust auf Action, Echtheit und Herzblut hat sollte sich mal einen MMA-Kampf ansehen..
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gagameil schrieb: am 6. September 2010 um 09:02:11
(0) (0) felix sturm
ich habe auch den Kampf gesehen und bin auch der gleichen meinung das Felix verdient gewonnen hat, das ist doch wieder typisch
vom Gegner erst ne grosse Klappe dann nicht die niederlage einstecken und dann rum meckern. soll sich mal im spiegel sehen das er nicht viel geboxt hat.
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