23.11.2009, 09:40 Uhr
Männerfreundschaft: Michael Schumacher und Ross Brawn (Foto: imago)Michael Schumacher im Silberpfeil - darauf hoffen viele Formel-1-Fans in Deutschland. Doch Ross Brawn, Teamchef des neuen Mercedes-Rennstalls, lässt den Traum nun platzen. "Es ist nichts dran", sagte der Brite in einem Interview mit "Bild.de". "Er hat keine Ambitionen auf eine neue Karriere, auch bei uns nicht", so Brawn
Seit Tagen geistern Gerüchte in den Medien, dass Schumachers im nächsten Jahr im Silberpfeil Gas gibt. Zuletzt hatte Eddie Jordan, in dessen Rennstall Schumi Anfang der neunziger Jahre seine unvergleichliche Karriere begann, die Spekulationen nochmals angeheizt. "Ich glaube, dass das passieren wird. Alles hat mit einem Treffen zwischen Michael, Ross Brawn und Daimler-Chef Dieter Zetsche beim Grand Prix in Abu Dhabi angefangen", so Jordan.
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Gerüchteküche Schumi im Silberpfeil?
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Sogar Schumachers Manager Willi Weber bestätige das von Jordan angesprochene Treffen. "Ich weiß, dass Michael am Rande des Großen Preises von Abu Dhabi mit Herrn Zetsche und Mercedes gesprochen hat - und natürlich spricht er des Öfteren mit Ross Brawn. Das ist doch aber ganz klar", wird er von "Bild.de" zitiert. Aber: "Mir persönlich hat Michael nichts davon erzählt, dass zu Mercedes Kontakte in Sachen Fahrervertrag bestehen."
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Mit Brawns Aussagen dürfte das Thema Schumacher und Mercedes endgültig vom Tisch sein. Dabei hätte eine Zusammenarbeit durchaus gepasst. Mit den Stuttgartern verbindet Schumacher eine lange Partnerschaft. Bei den Schwaben reifte der heute 40-Jährige im Juniorteam einst zum Rennfahrer. Und dann wäre da noch "Superhirn" Ross Brawn. Mit ihm feierte Schumacher einst seine sieben WM-Triumphe. Seitdem besteht zwischen beiden eine tiefe Verbundenheit.
Außerdem ist Schumi mittlerweile fit für ein Comeback. Musste er im Sommer noch ein Comeback-Versuch wegen der Spätfolgen eines Motorradunfalls abblasen, gibt es inzwischen - zumindest gesundheitlich - offenbar keine Argumente mehr, die gegen ein erneutes Engagement in der Formel 1 sprechen. Weber erklärte nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt Johannes Peil, dass die Genesung der hartnäckigen Nackenverletzung gute Fortschritte macht.
Schumachers Sprecherin Sabine Kehm hatte, als die ersten Gerüchte über ein Comeback des ehemaligen Champions bei Mercedes aufkamen, eine Rückkehr als "höchst unwahrscheinlich" bezeichnet. "Michael genießt sein Leben", sagte Kehm. Und so wird es nun auch wohl bleiben.
Quelle: t-online.de
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