02.03.2009, 13:36 Uhr
Olympiasiegerin Sabine Spitz sieht die Zeit von BDR-Boss Scharping abgelaufen. (Foto: imago)In die Reihe der Kritiker von Rudolf Scharping reiht sich nun auch Sabine Spitz ein. Die Mountainbike-Olympiasiegerin ist gegen eine Wiederwahl von Scharping als Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR). "Ich würde ihn nicht wählen, und ich kenne wenig Scharping-Fans. Seine Zeit im Rampenlicht ist vorbei, er hat zu wenig Drive", sagte die 37-Jährige auf der Homepage der Illustrierten "Bunte".
Scharping habe zu wenig Kontakt zu den Sportlern und sei inkonsequent im Anti-Doping-Kampf.
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Die Opposition will Scharping und BDR-Sportdirektor Burkhard Bremer bei den Präsidiumswahlen am 21. März in Leipzig stürzen. Als Gegenkandidat will der mehrmalige deutsche Bahn-Meister Dieter Berkmann aus Miesbach antreten, der 1976 in Montréal Olympia-Teilnehmer war. Als Oppositionsführer gilt der einstige BDR-Vizepräsident und frühere Sportjournalist Dieter Kühnle.
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"Scharping hat zu verantworten, dass Dopingsünder Erik Zabel für die WM nominiert wurde, damit hat er sich unglaubwürdig gemacht", sagte Spitz. "Und als wir kritisierten, dass seine Anti-Doping-Politik zu unklar ist, hat er nicht mit uns sauberen Athleten geredet, sondern war beleidigt."
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Abgesehen von einer Siegerehrung habe Scharping mit ihr in vier Jahren nie gesprochen, fügte Spitz hinzu. "Das war bei seinen Vorgängern ganz anders. Nach meinem Olympiasieg hat er mir auch nur per E-Mail gratuliert. So kann man kein gutes, herzliches Verhältnis aufbauen." Auch neue Sponsoren für den Radsport hätte der frühere Verteidigungsminister nicht besorgt: "Das haben wir erhofft. Aber es waren alles Seifenblasen."
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Unterdessen hat der BDR die Streichung der viermaligen Cross-Weltmeisterin Hanka Kupfernagel aus dem Kader bestätigt, aber Fehler bei der Benachrichtigung der Athletin eingeräumt. "Den Fehler, dass Hanka Kupfernagel nicht persönlich angeschrieben wurde, nehme ich in meine Verantwortung", erklärte BDR-Generalsekretär Martin Wolf. "Wir wollten Sportler mit besonderen Verdiensten mit einem individuellen Schreiben aus dem Kader verabschieden. In den Wochen nach der Trainerkommission waren wir aber so mit der Anhörung vor dem Sportausschuss des Bundestages beschäftigt, dass dies von mir leider übersehen wurde", sagte er.
Quelle: dpa
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