Kampf gegen Doping

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US-Forscher suchen nach einem Test gegen Blutdoping

Erschienen am 18. April 2008
Der Mount Everest. (Foto: imago)
Der Mount Everest. (Foto: imago) Vergrößern
25 Mäuse auf dem Mount Everest sollen Jagd auf Dopingsünder machen. So jedenfalls stellt sich das eine Forschergruppe der Universität von Pennsylvania vor. Mit den kleinen Nagern im Gepäck wollen die Wissenschaftler Ende April den höchsten Berg der Erde besteigen. Dort oben will das Team anhand der Tiere unter anderem herausfinden, welchen Einfluss Sauerstoffmangel auf die Leistungsfähigkeit von Sportlern hat. Ziel der Untersuchung ist die Entwicklung eines Tests, der es ermöglicht, zwischen natürlich erzeugtem Sauerstoffmangel und verbotenen Methoden wie dem Blutdoping zu unterscheiden. "Unsere Expedition dient auch dem Ziel, Nachweise dafür zu finden, ob sich Sportler durch Höhensimulationstechniken oder Medikamente passiv Leistungsvorteile verschaffen", sagt Expeditions-Teilnehmer Dr. Gabriel Willmann. Das Projekt wird auch von der Welt-Doping-Agentur (WADA) unterstützt.

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Höhenluft wirkt leistungsfördernd

Sauerstoffarme Umgebung fördert die Produktion von roten Blutkörperchen und wirkt somit leistungsfördernd, da Sauerstoff im Wettkampf so schneller in die Muskeln transportiert werden kann. Diesen Effekt wollen Sportler nutzen, wenn sie sich ins Höhentraining begeben. Bei Ausdauersportlern, wie z.B. Radfahrern, Triathleten oder Langstreckenläufern, erfreut sich diese Methode großer Beliebtheit - und noch dazu ist sie legal.

Blutdoping ist illegal

Eine ähnliche Wirkung wie durch Höhentraining lässt sich jedoch auch wesentlich einfacher durch Blutdoping erzeugen, und das ist verboten. Dabei werden dem Sportler in der Zeit vor dem Wettkampf größere Mengen Blut entnommen. Der Körper stellt den Mangel fest und versucht, ihn mit Eigenproduktion zu beheben. Wird das entnommene Blut dann wieder zugeführt, steigt die Konzentration an roten Blutkörperchen.

Peking kommt zu früh

Ob und wann ein solcher Test Anwendungsreife erreicht, steht noch in den Sternen. Bei anstehenden Sportereignissen, wie den Olympischen Spielen in Peking, wird er sicher noch nicht zum Einsatz kommen.

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Quelle: t-online.de, dpa
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