Handball - Frauen-EMDas Ende der TitelträumeErschienen am 13. Dezember 2008
Zum Durchklicken Der DHB-Kader bei der Frauen-EMHandball-EM Deutsche Frauen schlagen den Weltmeister
Vielversprechender Start in die PartieVor nur 1000 Zuschauern in der Arena Boris Trajkovski konnte die deutsche Mannschaft auf ihre Bestbesetzung zurückgreifen. Stefanie Melbeck und Anne Müller, die im letzten Hauptrundenspiel gegen Russland noch gefehlt hatten, konnten auflaufen. Dank der starken Torfrau Clara Woltering und einer eklatanten Abschlussschwäche der Spanierinnen erwischte Deutschland einen perfekten Start und zog auf 9:4 (18.) davon. Dieser Treffer war das 1500. Länderspiel-Tor von Kapitän Grit Jurack.Mehr News zum Thema HandballIhre Meinung Diskutieren Sie mit im Handball-Forum Knappe PausenführungNach einer Auszeit steigerten sich die Ibererinnen, die in der ersten Viertelstunde allein viermal Pfosten oder Latte getroffen hatten, verkürzten auf 8:10 (23.) und glichen kurz vor dem Halbzeitpfiff beim 12:12 erstmals aus. Die Deutschen leisteten sich gegen Ende der ersten Hälfte zu viele Ballverluste in der Offensive, gingen jedoch nach dem vierten Treffer von Nadine Krause, zuvor brutal von Martha Mangue gefoult, mit einem 13:12 in die Kabine.Nachlässig Remis gegen WeißrusslandÜberzeugend Sieg gegen Schweden Nervosität auf beiden SeitenAuch nach dem Seitenwechsel steigerte sich das Niveau des Spiels nicht. Viele Fehler und Ballverluste unterstrichen die Nervosität auf beiden Seiten. Deutschland konnte sich nicht absetzen, im Gegenteil: Beim 16:15 (38.) ging Spanien erstmals in Führung. Weil die deutsche Abwehr bei weitem nicht mehr die Stabilität aus der Anfangsphase hatte, dem Angriff die Effektivität fehlte und sich die spanische Torhüterin Micaela Ciobanu steigerte, vergrößerte sich der Rückstand zwischenzeitlich auf 20:24 (49.).Effektive Spanierinnen setzen sich durchDie Spanierinnen, zum ersten Mal überhaupt in einem Halbfinale, präsentierten sich dabei wahrlich nicht übermächtig, sondern nur motivierter, kampfstärker und effektiver. Beim 27:22 (51.) war die Vorentscheidung gefallen. Die DHB-Auswahl hatte zuvor noch nie gegen Spanien verloren. 17 Siegen stand vor dem Halbfinale ein Remis gegenüber. Vor der Partie war Anna Loerper von DHB-Präsident Ulrich Strombach mit einem Blumenstrauß für ihr 100. Länderspiel ausgezeichnet worden.
Quelle: dpa | Speichern Sie diesen Artikel bei:
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