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Greul bezwingt Zverev am Rothenbaum

Erschienen am 23. Juli 2009
Ihm gelang der Einzug ins Achtelfinale: Simon Greul (Foto: imago)
Ihm gelang der Einzug ins Achtelfinale: Simon Greul (Foto: imago) Vergrößern
Beim ATP-Turnier am Hamburger Rothenbaum sind noch drei Deutsche im Rennen. Nach Philipp Kohlschreiber und Daniel Brands, die in das Achtelfinale der hanseatischen Traditionsveranstaltung einzogen, konnte sich auch Simon Greul im deutschen Duell gegen Mischa Zverev durchsetzen.

Florian Mayer, Philipp Petzschner und Andreas Beck schieden dagegen aus.

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Zverev nach Niederlage enttäuscht

Turnierdirektor und Ex-Wimbledon-Gewinner Michael Stich musste mit ansehen, wie sein Doppelpartner Mischa Zverev seinen Heimvorteil nicht nutzen konnte. Nach einem Klassestart brach der 21-Jährige vor 7.800 Zuschauern wieder einmal ein und musste sich am Ende gegen Simon Greul mit 6:0, 5:7, 1:6 sogar demütigen lassen. "Ich war schon ganz glücklich, als mir im zweiten Satz endlich das erste Spiel gelungen war. Danach ging es bergauf", sagte der 28- jährige Greul, der im Achtelfinale gegen den Spanier Ivan Navarro in der Erfolgsspur bleiben will: "Wenn ich wieder gut spiele, habe ich auch eine Chance." Im Wechselspiel der Emotionen ging Zverev unter. "Ich habe ihn im ersten Satz kontrolliert, aber dann ist er immer aggressiver geworden und hat mich am Ende taktisch und spielerisch auseinander genommen", bekannte der Lokalmatador resigniert. "Gering ist meine Enttäuschung jetzt natürlich nicht."

Weitere Deutsche ausgeschieden

Einen schnellen Abgang erlebte Florian Mayer. Der Bayreuther, der nach siebenmonatiger Wettkampfpause "wieder richtig Spaß am Tennis gefunden" hat, kassierte gegen den Spanier David Ferrer die erwartete 3:6, 2:6-Niederlage. Ohne Chance war auch Philipp Petzschner beim 3:6, 2:6 gegen den an Nummer zwei gesetzten Russen Nikolai Dawidenko. Auch Andreas Beck schied aus, während der schwedische French-Open-Finalist Robin Söderling locker ins Achtelfinale einzog. In einem Tiebreak-Krimi musste sich Beck dem Franzosen Jeremy Chardy 6:7 (2:7), 6:7 (6:8) geschlagen geben. In der Vorwoche verabschiedete sich der 23-jährige Beck am Weissenhof schon in der ersten Runde, während der in der Weltrangliste als Nummer 43 nur 8 Plätze besser eingestuft Chardy das Turnier gewann. 6.000 Euro Preisgeld waren der Trost für eine Vorstellung, in der es in den entscheidenden Momenten am nötigen Selbstbewusstsein mangelte.

Brands mit bestem Spiel seiner Laufbahn

Das wiederum hatte in einem Match bei Flutlicht Daniel Brands. Nach mäßigem Beginn setzte sich der 22-Jährige gegen den topgesetzten Gilles Simon durch und jubelte nach dem besten Match seiner Karriere: "Ich kriege noch immer eine Gänsehaut, wenn ich an die letzten paar Punkte denke." Mit 3:6, 6:4, 6:4 schaffte der 196 Zentimeter große Hüne den Einzug in die Runde der besten 16, die für ihn am Rothenbaum Neuland ist. Gegner des Weltranglisten-120. ist in Paul-Henri Mathieu wieder ein Franzose. Das schreckt ihn nicht: "Wenn ich so weiter spiele, ist noch ziemlich viel drin." Philipp Kohlschreiber erwartet Qualifikant Pablo Cuevas aus Uruguay.

Stich unterliegt im Doppel

Mischa Zverev lockte die Zuschauer im Duett mit dem 40 Jahre alten Michael Stich, der zur Rettung der finanzschwachen Veranstaltung keinen Einsatz scheut, an den Rothenbaum. In der ersten Runde des Doppel-Wettbewerbs bekamen die Hanseaten allerdings von der schwedisch-australischen Kombination Simon Aspelin/Paul Hanley mit 4:6, 2:6 die Leviten gelesen. Stich war nach der Niederlage enttäuscht. "Ich wollte gewinnen. Wir hatten unsere Chancen. Deshalb ärgere ich mich und bin alles andere als glücklich. Denn mein Spiel war kein PR-Gag", sagte er auf "bild.de". Einen weiteren Auftritt als Spieler schloss Stich nicht aus: "Ich kann nicht sagen, dass das definitiv mein letztes Profi-Spiel war."

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Quelle: t-online.de, sid, dpa
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