20.10.2011, 07:27 Uhr
Haben ein immer besseres Verhältnis zueinander: Leverkusens Michael Ballack (li.) und Trainer Robin Dutt. (Quelle: imago)
Aus Leverkusen berichtet Jörg Runde
Torschütze Sidney Sam und dessen strahlende Mitstreiter von Bayer Leverkusen hatten ihren demonstrativ gemeinsam aufgeführten Jubeltanz mit Robin Dutt gerade beendet, da schnappte sich der Bayer-Trainer Michael Ballack. Dankend klopfte er seinem Mittelfeldstar auf die Schulter, so als wollte er ihm sagen: "Michael, das war dein Tor." Zumindest Ballacks Anteil am erlösenden 2:1 gegen den FC Valencia war riesig.
Der Pass aus der eigenen Hälfte direkt in den Lauf des in den freien Raum gestarteten Sam gehörte in die Kategorie Weltklasse, Ballacks Gesamtleistung (er leitete auch den Ausgleich durch André Schürrle in der 52. Minute ein) in der atemberaubenden zweiten Hälfte der Bayer-Elf war zumindest nahe dran. "Er hat, wie die gesamte Mannschaft, nach der Pause richtig gut gespielt", lobte Dutt seinen erfahrensten Profi in der Pressekonferenz.
Und gerade einmal in Fahrt, korrigierte Dutt sogar seine erst im Sommer geäußerte Feststellung, Kapitän Simon Rolfes und Ballack könnten nicht zusammen spielen. "Ballack, Rolfes und Bender haben das im zentralen Mittelfeld sehr gut gemacht. Es ist nicht wichtig, was ich im Sommer gesagt habe, sondern wie ich jetzt handele."
Simon Rolfes & Co. über den Leverkusener Sieg über den FC Valencia. zum Video
Die gesamten 90 Minuten ließ Dutt seinen Mann hinter den Spitzen diesmal auf dem Platz. Und das, obwohl sich der aufopferungsvoll kämpfende Ballack, die letzten Minuten von Oberschenkel- und Wadenkrämpfen geplagt, nur noch über den Platz schleppte.
Ein deutliches Zeichen, das auch für das mittlerweile gute Verhältnis zwischen Trainer und Weltstar spricht. Dutt und Ballack bilden derzeit in der Stadt am Rhein so etwas wie eine Leidensgemeinschaft. Sie stehen unaufhörlich im Mittelpunkt der kritischen Diskussionen: Ballack, weil ihm viele Experten auf Grund seiner 35 Jahre internationales Top-Niveau nicht mehr zutrauen und ihm im Team die Anerkennung fehlt. Dutt, weil der neue Bayer-Coach noch nicht über die Souveränität seines Vorgängers Jupp Heynckes verfügt und im Umgang mit der Mannschaft bisher nicht immer ein glückliches Händchen hatte.
Diesmal erntete Dutt Lob von allen Seiten: "Er hat die Mannschaft nach vorne getrieben und den Siegeswillen vorgelebt – auch in der Kabine. Das hat uns mitgerissen", analysierte Ballack. Kapitän Rolfes wollte da nicht widersprechen und zerstreute alle Gerüchte, das Team spiele gegen den Trainer: "Wir sind eine Mannschaft und arbeiten gemeinsam daran, uns zu verbessern. Mit dem Trainer gibt es keine Probleme."
Die Leistung in zweiten Halbzeit bestätigen diese Einschätzung genauso wie Sams Jubellauf zu Trainer Dutt. "Ich verstehe mich gut mit ihm, er hat es verdient", begründete der Siegtorschütze seine spontane Aktion. Und er hatte mit Leverkusens Torhüter Bernd Leno einen weiteren Unterstützer: "Wir stehen alle voll hinter dem Trainer. Auch ich wäre am liebsten zu ihm gerannt, aber der Weg war zu weit."
Dass Bayer nach einer katastrophalen ersten Halbzeit nach 2:14 Torschüssen und einem Tor von Jonas (24.) mit 0:1 zurücklag, interessierte an diesem erfolgreichen Champions-League-Abend niemanden mehr. Schon gar nicht den Leverkusener Trainer: "Wir haben das Spiel gegen einen internationalen Top-Gegner gedreht. Darauf bauen wir auf", sagte Dutt und verabschiedete sich glücklich in die Nacht.
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Quelle: t-online.de
hektor schrieb:
am 20. Oktober 2011 um 21:09:58
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Ballack
Also wer nach diesem Spiel immer noch auf Ballck rumhackt, hat entweder das Spiel nicht gesehen oder er hat keine Ahnung von Fußball
oder er ist blind.
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paula schrieb:
am 20. Oktober 2011 um 19:35:33
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Ballack
Wenn mich jemand so hingehalten hätte, wie der Bundestrainer, hätte ich auch das eine oder andere mal etwas grantig reagiert.Löw
hätte ihm einfach noch eine Chance geben sollen,um zu sehen ob Ballack wirklich nicht mehr in die Mannschaft passt.So werden wir niemals wissen,ob unsere NM ohne oder mit Ballack besser spielt.---Aber gut er hatte ja noch kein Abschiedsspiel--vielleicht ist das auch gut so ...das kann er nach der EM auch noch geben.
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graupapa28 schrieb:
am 20. Oktober 2011 um 18:50:48
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Leverkusen
Die erste Halbzeit war eine einzige Bankrotterklärung! Normalerweise bekommen die 8 Stück!!! Und der "Robin Dutt" wäre
weg gewesen. Warum man letztlich 2:1 gewonnen hat, dafür gibt es nur vage Vermutungen. Ich denke, dass sich die Spanier nach der 1. HZ ihrer Sache zu sicher waren und letztlich selbst erschraken, wie Leverkusen nach und nach ins Spiel kam.
Als sie dann endlich aufwachten lagen sie 1:2 hinten...
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