20.02.2012, 09:25 Uhr
Claudia Pechstein bei ihrer18. Mehrkampf-WM (Quelle: dpa)
Keine Medaille für Claudia Pechstein: Drei Tage vor ihrem 40. Geburtstag lief Pechstein bei ihrer 18. Mehrkampf-WM im Eisschnelllaufauf Platz sechs. Weltmeisterin wurde etwas überraschend Titelverteidigerin Ireen Wüst, die im abschließenden 5000-Meter-Lauf ihren Vorsprung vor Weltrekordlerin Martina Sablikova behauptete. Die Doppel-Olympiasiegerin aus Tschechien gewann Silber, Bronze ging an die Kanadierin Christine Nesbitt.
Im 5000-Meter-Rennen belegte Pechstein in 7:11,08 Minuten den fünften Platz und erreichte damit auch im letzten Wettbewerb keinen Podestrang. Sablikova siegte in 6:58,74 Minuten, konnte Wüst im direkten Duell aber nicht mehr vom ersten Platz verdrängen.
Dagegen holte Sandra Kiriasis mit Anschieberin Petra Lammert Silber bei der Bob-Weltmeisterschaft in Lake Placid. Die dreimalige Weltmeisterin hatte nach vier Läufen 33 Hundertstelsekunden Rückstand auf die siegreichen Kanadierinnen Kaillie Humphries und Jennifer Ciochetti. Titelverteidigerin Cathleen Martini, die nach einer Verletzung von Janine Tischer mit Franziska Bertels fuhr, landete auf Rang vier hinter Elana Meyers und Katie Eberling aus den USA. Anja Schneiderheinze und Lisette Thöne kamen als drittbeste Paarung aus Deutschland auf Rang acht.
Sandra Kiriasis (vorne) freut sich mit Anschieberin Petra Lammert auf WM-Silber in Lake Placid. (Quelle: dpa)Kanadas Damen sind einfach zu schnell"Ich bin absolut happy. Wir wollten in den letzten beiden Läufen nochmal angreifen, das ist uns gelungen. Der Abstand auf Kaillie war einfach zu groß", meinte Kiriasis, die seit dem 29. Januar 2011 in St. Moritz auf einen Sieg auf internationaler Ebene wartet. Etwas enttäuscht war Titelverteidigerin Martini. Im dritten Lauf verlor sie weitere 23 Hundertstelsekunden und musste ihre Medaillenhoffnungen begraben. "Ich hatte leider nur zwei gute Läufe, das reicht bei einer WM nicht. Kaillie hat absolut verdient gewonnen", meinte die Weltcup-Gesamtsiegerin.
Olympiasiegerin Tatjana Hüfner verpasste ihren vorzeitigen Sieg im Rodel-Gesamtklassement und sorgte unfreiwillig für neue Spannung in dem Wettbewerb. Die Favoritin fuhr im lettischen Sigulda mit fast neun Zehntelsekunden Rückstand auf Siegerin Natalie Geisenberger nur auf den zehnten Platz.
Geisenberger verwies Anke Wischnewski und die US-Amerikanerin Erin Hamlin mit einer Gesamtzeit von 1:25,884 Minuten auf die Plätze zwei und drei. Damit verkürzte die 24-Jährige den Rückstand im Gesamtweltcup auf die Thüringerin Hüfner bei einem noch ausstehenden Rennen auf 26 Punkte.
Eric Frenzel bescherte den deutschen Kombinierern beim Heimweltcup in Klingenthal einen versöhnlichen Abschluss. Frenzel stürmte beim souveränen Sieg des Franzosen Jason Lamy-Chappuis vom 13. auf den fünften Platz vor und sorgte damit für das beste Ergebnis aus Sicht des Deutschen Skiverbandes. Johannes Rydzek verpasste die Top 10 als Elfter nur knapp, Fabian Rießle kam nach seinem achten Platz vom Vortag diesmal auf Rang 16. Tino Edelmann, der am Samstag nach seinem schweren Trainingssturz kurzfristig auf seinen Wettkampfsprung verzichtet hatte und dafür disqualifiziert worden war, fiel von Platz sechs auf 25 zurück. Das Springen war zuvor wegen starken Schneefalls abgesagt worden, die Athleten gingen nach dem Ergebnis des provisorischen Wettkampfsprungs vom Samstag in die Loipe.
Quelle: dapd , sid , dpa
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