15.06.2010, 16:18 Uhr
Cliff Diving (Foto: Zoonar)
Cliff Diving ist eine Kombination aus dem klassischen, westlichen Turmspringen und indigenen Traditionen Südamerikas. Wie auch beim Turmspringen, dass als olympische Sportart grundsätzlich dem Turnen zuzurechnen ist, steht beim Klippenspringen die sportliche Darbietung von spektakulären und schwierigen Sprüngen, wie etwa mehrfachen Saltos und Schrauben, im Vordergrund. Indes findet dies nicht unter kontrollierten und besonders genormten Bedingungen statt, sondern in einer natürlichen Umgebung.
Anders als bei Turmsprüngen, die von streng reglementierten, speziell hierfür hergestellten Sprungvorrichtungen erfolgen, finden die Sprünge beim Cliff Diving von natürlichen Felsklippen statt. Von diesen springen die Sportler in natürlich entstandene Seen oder gar Meere. Hieraus erwächst zum einen die Schwierigkeit, zum anderen aber auch die Beliebtheit des Sports. Denn anders als beim Turmspringen, wo die Sportstätten normiert sind, finden Klippenspringer niemals zwei identische Sportstätten vor. Sie müssen sich also vor jedem Sprung mit den Umständen der Stätte vertraut machen. Dies ist nicht immer einfach, da Klippen selten die selbe Höhe haben und meist auch unterschiedlich geformt sind. Der Felsenspringer muss sich also die Fähigkeit aneignen, Höhen und Entfernungen einordnen und abschätzen zu können, da andernfalls der Sprung in einer Verletzung enden kann.
Turmsprungwettbewerbe finden meist auf einer Höhe von 10 Metern statt. Beim Cliff Diving ist die Sprungstätte indes meist wesentlich höher. Die Felsen von La Quebrada in Acapulco, Mexico, die eine besondere Bedeutung für den Sport besitzen, haben eine Höhe von 25 Metern. Doch finden auch in der Falkensteinwand in Österreich, die 28 Meter hoch ist, Wettbewerbe und Trainingsveranstaltungen statt. Obwohl diese zu den höchsten Felsen gehören, finden Wettbewerbe im Cliff Diving daher meist auf einer doppelten Höhe des klassischen Turmspringens statt und sind somit ungleich spektakulärer, aber auch gefährlicher. So steigt die Gefahr von Verletzungen mit der Höhe des Sprungs. Da Klippenspringer aber hochtrainierte Athleten sind, kommt es nur sehr selten zu Verletzungen.
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Quelle: tb
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