20.05.2011, 19:02 Uhr
Alberto Contador feiert seine ausgebaute Gesamtführung beim Giro nach der 13. Etappe. (Foto: Reuters)
Alberto Contador hat seinen Vorsprung an der Spitze des 94. Giro d'Italia auf der ersten großen Bergetappe ausgebaut. Der umstrittene spanische Radprofi, der sich vom 6. bis 8. Juni in einem Dopingverfahren vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS verantworten muss, begnügte sich beim Österreich-Abstecher des Giro hinter Leichtgewicht José Rujano aus Venezuela mit dem zweiten Platz im Tagesklassement. Contador spurtete im Ziel der 13. Etappe nicht mehr und ließ Rujanao auf 2137 Meter Höhe knapp unterhalb des Gipfels des Großglockners nach 167 Kilometern gewähren.
Die direkten Konkurrenten auf den Giro-Gesamtsieg schienen schon kurz nach einer Contador-Attacke 8,4 Kilometer vor dem Ziel resigniert zu haben. Der Madrilene vergrößerte seinen Vorsprung im Rosa Trikot auf 3:09 Minuten vor dem zweitplatzierten Vincenzo Nibali aus Italien - und die Kletterpartien werden in den kommenden Tagen fortgesetzt. "Es war wirklich schwer, glücklicherweise haben sich meine Beine gut angefühlt. Ich bin zufrieden mit meinem Vorsprung, aber es gibt noch einige schwere Etappen", sagte Contador.
Mit Ausnahme des abschließenden Zeitfahrens zum finalen Zielort Mailand sind die restlichen Giro-Etappen mit Steigungen gespickt. Auf dem 13. Teilstück wurden die drei grausamen Tage in den Alpen eröffnet. Aber schon eine gute Woche vor Schluss steht sein zweiter Giro-Erfolg seit 2008 so gut wie fest. Allerdings könnte ein Schuldspruch vor dem CAS auch seinen aktuellen Giro-Sieg ungültig machen.
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Rechtzeitig vor der Kletterpartie hatten die Topsprinter die Rundfahrt verlassen. Weder der zweifache Etappensieger Mark Cavendish aus Großbritannien noch der Italiener Alessandro Petacchi oder der Spanier Francisco Ventoso standen am Start der 13. Etappe. Das traf auch auf Petacchis deutschen Anfahrer Danilo Hondo zu. Cavendish will sich vor dem Start der Tour de France am 2. Juli zu Hause noch etwas erholen und sagte auch den geplanten Start beim Berliner Profirennen Prorace ab. Petacchis rotes Trikot des Punktbesten übernahm nun Contador.
Giro-Direktor Angelo Zomegnan kündigte an, dass der gefürchtete Monte Crostis im Programm der 14. Etappe bleibt. Zuvor hatten Fahrer und Teamchefs die Sicherheit besonders in der Abfahrt des Berges angezweifelt. Der obere Teil des Anstiegs führt über unbefestigte Straßen, die asphaltierte schmale Abfahrt wurde an den gefährlichsten Stellen mit Skinetzen gesichert. Die Diskussion um die Sicherheit war nach dem Unfalltod des Belgiers Wouter Weylandt zu Beginn des Giro neu entbrannt.
Quelle: sid , dpa
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