19.10.2011, 08:58 Uhr
Für David Coulthard ist der Speed in der US-Rennserie zu hoch. (Foto: imago)
Für David Coulthard steckt hinter dem tödlichen Unfall von Dan Wheldon in erster Linie ein Problem: Die IndyCars sind zu schnell. "Der Hauptgrund ist meiner Meinung nach ganz einfach", schrieb der Schotte in seiner Kolumne im britischen "Daily Telegraph". "Es gibt keinen Anlass dazu, dass man mit Tempi jenseits der 360 Stundenkilometer Rad an Rad durch Ovale fährt. Du musst das nicht machen, um die Menschen zu unterhalten."
Der frühere Formel-1-Pilot hofft nach dem Horror-Crash, dass die Verantwortlichen der IndyCar-Rennserie aus dem tragischen Unglück lernen: "Ich wünsche mir, dass Wheldons Unfall und das nachfolgende Medieninteresse für die IndyCar-Serie dazu führt, dass die Entwicklung in Sachen Sicherheit beschleunigt wird." Denn diese, so der Schotte weiter, "hinkt 20 Jahre hinter der Formel 1 hinterher."
IndyCar-Veteran Paul Tracy schlägt in die gleiche Kerbe. "Ich hoffe nur, dass aus dieser Tragödie die richtigen Lehren gezogen werden", sagte der Kanadier gegenüber dem Fernsehsender CNN. "Meiner Meinung nach sollte man sich nun auf die Verbesserung der Fangzäune konzentrieren. Wir haben die Safer-Barrier bekommen, wir haben das HANS-System, wir haben neue Sitze und auch die Autos werden immer sicherer. Aber was seit 100 Jahren immer gleich ist, sind die Fangzäune." Einen Lösungsansatz lieferte der 42-Jährige auch gleich mit: "Warum können wir nicht eine Art von ballistischem Sicherheitsglas haben? Sodass die Fans nach wie vor die Strecke sehen, die Autos sich aber nicht mehr wie in einem Spinnennetz verfangen." Tracy denkt nun darüber nach, seine vor über 20 Jahren begonnen Karriere zu beenden: "Ich habe einen Freund sterben sehen, ich kenne seine Familie. Meine Frau, meine Mutter, mein Vater. Alle sagen, es reicht. Ich brauche sicher ein paar Tage, um das zu verarbeiten."
Für Coulthard war bereits vor dem Crash von Wheldon ein Einstieg in die US-Rennserie kein Thema mehr. "Ich hatte immer den Traum, in den USA zu fahren. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich in Milton Keynes in einer Mietwohnung saß und mir zusammen mit ein paar Mechanikern das Training zum Indy 500 angesehen habe. Das hat mich umgehauen. Doch dann sah ich den Unfall von Nelson Piquet. Ich habe es noch vor Augen, wie einer meiner Helden mit offenem Visier und mit den Füßen aus dem Cockpit hängend die Strecke entlang schlitterte."
"In diesem Moment hat sich mein Traum in Luft aufgelöst", sagte Coulthard. Dabei hatte Piquet 1992 noch Glück im Unglück. Er verlor damals in Indianapolis die Kontrolle über sein Fahrzeug, das Heck brach aus, der Brasilianer drehte sich und schlug frontal in die Streckenbegrenzung ein. Er zog sich mehrere Beinbrüche zu und war für den Rest der Saison außer Gefecht gesetzt.
Quelle: motorsport-total.com
Johann schrieb:
am 19. Oktober 2011 um 16:27:33
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IndyCar
In 25Jahren Hubschrauber-Rettung hab ich die, die hier große Reden schwingen bei schweren Unfällen kotzend weglaufen sehen. Und
danach schnell noch ein Photo gemacht um zu beweisen, daß sie die Größten sind. Arme Irre halt
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Toni schrieb:
am 19. Oktober 2011 um 15:20:10
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Schwachsinn
also um voyeurismus geht es nicht. ich bin selbst hobbyrennfahrer. de jungs, die da mit 360 oder mehr durchs owal heizen, sind
keine modernen gladiatoren, die geschlachtet werden. die machen das, weil sie bock drauf haben. rennfahrer sind andere typen von mensch, die ein normalo nicht versteht. Ein gewisses Risiko wird immer bleiben, sonst würde ja jeder rennen fahren können bei 200 km/h im kreis.
immerhin verurteilt auch keiner einen pkw-fahrer, dessen risiko ungleich höher ist, zu sterben.
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henningsb schrieb:
am 19. Oktober 2011 um 15:14:50
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IndyCar-Serie
die amis wollen spektakel um jeden preis. da spielt die sicherheit eine unterordnete Rolle. unfälle sind dort das salz in der
suppe. wenn diese dann tötlich enden ist es tragisch, aber einkalkuliert.
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