28.07.2011, 16:03 Uhr
Nach monatelangem Hickhack und erbittertem Ringen präsentierten der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) und die Deutsche Eishockey Liga (DEL) den neuen Kooperationsvertrag. "Das ist ein historischer Tag für das deutsche Eishockey. Ich freue mich außerordentlich, dass uns dieser Durchbruch gelungen ist", sagte DEL-Aufsichtsratschef Jürgen Arnold auf einer Pressekonferenz in München zu dem Papier, das vorerst bis zum 30. Juni 2018 befristet ist. Die Einigung auf den Kooperationsvertrag kam am Ende der vergangenen Woche zustande.
Zufriedenheit auch bei DEB-Präsident Uwe Harnos. "DEB und DEL bündeln ihre Kräfte, um mit ihrem Know-how und ihrer hohen Fachkompetenz ein optimales Umfeld für das Herzstück des deutschen Eishockeys zu schaffen", erklärte DEB-Präsident Uwe Harnos.
Vor dem Abschluss gab es zwischen DEB und DEL ein Ringen um Kompetenzen. Die DEL wollte mehr Mitspracherecht in Bezug auf die Nationalmannschaft. Eine verständliche Forderung, weil die jährlichen Zuwendungen der DEL sich Schätzungen zufolge auf 2,5 Millionen Euro mit direkten und indirekten Leistungen beliefen. Für das Nationalteam wird nun eine neue Dachgesellschaft gegründet, die paritätisch von jeweils zwei DEB- und DEL-Mitgliedern geführt wird.
Ziel sei es zudem, eine Plattform zu bilden, die darüber hinaus auch neue Vermarktungspotenziale erschließe und Synergien zwischen DEB und DEL nutze. Führungsgremien neben dem Aufsichtsrat sind in der neuen Organisation eine Sport- und Medienmarketing-Kommission, die sich ebenfalls zu gleichen Teilen aus Vertreten von DEB und DEL zusammensetzen.
"Mit dieser Kooperation legen wir die Basis für eine langfristig und nachhaltige erfolgreiche Nationalmannschaft. Denn diese ist und bleibt das Zugpferd des deutschen Eishockeys. Davon profitieren alle, auch die Nachwuchsförderung, die ohne diese Erfolge so nicht möglich wäre", erklärte Uwe Harnos.
Als Verlierer stehen nun die Zweitligisten da, die Gesellschafter-Versammlung ESBG hatte dem Kooperationsvertrag nicht zugestimmt. Die Zweitligisten hatten eine sofortige Auf- und Abstiegsregelung gefordert, das hatte die DEL abgelehnt. In den vergangenen drei Jahren hatten die sportlichen Aufsteiger Ravensburg und Bietigheim weder die 800.000 Euro Bürgschaft hinterlegen können noch hatten die Vereine die Anforderungen für die Stadien erfüllen können.
Quelle: dapd
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